Der neue Alt-Hannoversche Volkskalender 2011 bietet viel Wissenswertes

Das Cover des Alt-Hannoverschen Volkskalenders hat sich seit über 135 Jahren nicht geändert. Lediglich die Jahrgangszahlen werden Jahr für Jahr erneuert. Archiv- Repro: E. A. Nebig
Wedemark (ne). Jetzt erschien das überall im Buchhandel erhältliche, traditionsreiche Heimatbuch „Alt-Hannoverscher Volkskalender auf das Jahr 2011“. Es kostet nur acht Euro. Erschienen ist es im Verlag Plenge & Sohn, Sulingen. Die erste Ausgabe erschien vor 137 Jahren „mit Zustimmung“ des letzten Welfenkönigs Georg V. von Hannover. Der Band ist mehr als nur ein Kalender, nämlich ein reich illustriertes, heimatverbundenes Jahr-Buch mit 128 Seiten für die niedersächsische Familie. Ruth Breyer aus Diepholz, die erneut mit eigenen, vor allem aber mit Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus ganz Niedersachsen, darunter Vorstandsmitglieder des Heimatbundes Niedersachsen, den bemerkenswerten Band zusammenstellte, sagt, dass es nur dem Stamm dieser Getreuen zu verdanken sei, dass der Volkskalender auch noch im 21. Jahrhundert erscheine. Er enthält ein interessantes Kalendarium samt vielen Vorbemerkungen zu wichtigen Ereignissen, wie zum Beispiel ein Verzeichnis der alten und heutigen Monatsnamen sowie der beweglichen Feste bis 2021 und kirchliche Hinweise. Vor allem aber über 30 interessante Aufsätze zur Landes- und Kirchengeschichte sowie die des Welfenhauses samt einer aktuellen Stammtafel der Welfenlinien. Letztere reicht vom Mittelalter ab 866 bis in die Gegenwart. Buchbesprechungen und eine Vielzahl kleiner Beiträge machen den Kalender sehr informativ und unterhaltsam. Einer der größeren Beiträge befasst sich mit der Herzogin Elisabeth von Calenberg, die vor 500 Jahren geboren wurde. Ein anderer mit dem Königreich Westphalen, das Kaiser Napoleon Bonaparte als Modellstaat schuf, und zu dem auch die Wedemark als Canton gehörte. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit Hermann Löns, der unter anderem den Muswillensse im Bissendorfer Moor beschrieb und das Besprechen von Krankheiten. Ausführlich wird auch über den 30. Tag der Niedersachsen in Celle berichtet und zudem das Plattdeutsche gepflegt. Viel Wissenswertes für Landwirte und Bewohner des ländlichen Raums runden die Informationen ab.