Deutschunterricht für Flüchtlinge

Rosemarie Meinke-Läßker erteilt den Flüchtlingen im Mooriz Deutschunterricht, Heinz-Peter Bossow (von links) und Ralf Würtz unterstützen das Projekt „Flüchtlingshilfe“. Foto: B. Stache

Im Mooriz lernen die Eltern, ihre Kinder werden von FÖJlerin betreut

Resse (st). Katharina Bauer, die derzeit ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Moorinformationszentrum (Mooriz) absolviert, kümmerte sich am Dienstagvormittag liebevoll um drei afghanischen Kinder. Während die Österreicherin mit ihnen spielte und deutsch sprach, lernten deren Eltern nebenan im lichtdurchfluteten Mooriz-Vortragsraum fleißig Deutsch. Eine Gruppe von zirka neun Geflohenen nimmt dort regelmäßig am Sprachunterricht teil, der seit zwei Jahren von der Gemeinde Wedemark angeboten wird. „Wir geben zweimal in der Woche Deutschunterricht für Flüchtlinge, jeweils dienstags von 10 bis 11.30 Uhr und donnerstags von 10 bis 11 Uhr“, erklärte Ralf Würtz. Er ist ausgebildeter Integrationslotse und Beisitzer im Verein Bürger für Resse, der das Mooriz betreibt. „Es macht Spaß, die Flüchtlinge zu unterrichten. Ich lerne dabei auch viel von ihnen“, gestand „Deutschlehrerin“ Rosemarie Meinke-Läßker nach dem Unterricht. „Wir geben den Menschen auch außerhalb der Unterrichtsstunden Hilfe für das tägliche Leben.“ Zu ihrem „Lehrerteam“ gehören auch noch Heinz-Peter Bossow und Friedel Ernst – alle im ehrenamtlichen Einsatz. „Katharina betreut während des Unterrichts drei afghanische Jungs im Alter von zwei, vier und fünf Jahren“, berichtete Rosemarie Meinke-Läßker. „Für den Ältesten suchen wir dringend einen Kindergartenplatz in der Wedemark. Am besten mit einer Busanbindung von Resse aus“, formulierte FÖJlerin Katharina Bauer einen dringenden Wunsch der Eltern und Betreuer des Fünfjährigen. „Der Junge spricht schon gut deutsch, ist lernbereit und offen für Neues – so wie seine beiden Brüder.“