Dialog der Kunst zur Ausstellungseröffnung bei imago

Jürgen Morgenstern zeigte bei der Eröffnung der Ausstellung „Verortungen“ von Anne Brömme eine außergewöhnliche und zugleich beeindruckende musikalische Performance. Foto: L. Irrgang

Musikalische Performance bei Eröffnung der Ausstellung von Anne Brömme

Bissendorf (ig). Den Entstehungsvorgang der Werke von Anne Brömme konnten die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung im Bürgerhaus in den Räumen von imago bei einer außergewöhnlichen musikalischen Performance miterleben. Jürgen Morgenstern trat musikalisch in einen Dialog mit den Werken Brömmes. Anhand von vielen im Ausstellungsraum verteilten Boxen nahm man die Geräusche des Entstehungsprozesses der Werke wahr. Rascheln, kratzen oder auch das Geräusch eines Stiftes, der über das Papier gleitet waren gemischt mit einzelnen Worten, die als Gedankenfetzen auch die Motivation für die unterschiedlichen Werke deutlich machten. Morgenstern trat musikalisch mit seinem Kontrabass, den er mitunter auf spektakuläre Weise einsetze, in seiner Performance in einen Dialog der Künste.
Die Vorsitzende von imago, Ute Loewener freute sich, dass diese besondere Form der Ausstellungseröffnung ermöglicht worden war. „Wir werden zwar gefördert von der Gemeinde Wedemark, aber diese Performance wäre ohne die Unterstützung der Chiropractic-Praxis von Kristin Siebig und der Rinne Steuerberatungsgesellschaft nicht möglich gewesen“, so Loewener, die den Sponsoren im Namen des Vereins ihren Dank aussprach.
Der Name der Ausstellung habe mit „Verortungen“ ein gewisses Gewicht, „ist aber gleichzeitig nicht genau zu fassen“, so Anne Prenzler, die in einer ausführlichen Einführung Einblicke in die Werke Brömmes gab. „Es ergeben sich eigene Geschichten auf der Leinwand“, so Prenzler, wie beispielsweise beim Werk „Spuren“, bei welchem der Entstehungsprozess des Bildes ähnlich wie bei einer Partitur bei einem Musikstück deutlich werde. „Zudem gelingt es der Künstlerin, auch die Zeit selbst darzustellen.“ Eine große Intensität und Kraft spreche aus den Werken, was den Ursprung auch in der Arbeitsweise der Künstlerin habe. Denn viele übereinander gelegte Schichten, in denen gemalt, gedruckt oder auch gekratzt werde, ergeben die Kunstwerke. Mit einer symbolischen Art und Weise zerlege Brömme Gegenstände in ihren Werken, die sie dann in völlig neuer Form wieder zusammensetzt, so Prenzler. Der Titel der Ausstellung beziehe sich auf die Frage der Künstlerin an sich selbst und an die Betrachter ihrer Werke. „und zwar an unsere Haltung, und wie wir die Dinge sehen und verstehen.“ Die insgesamt 23 Werke von Brömme sind zu den Öffnungszeiten von imago bis zum 20. Juni zu sehe. Ein Künstlergespräch findet am 13. Juni von 16-17 Uhr statt. Am 23. 05., 13. und 20. Juni wird die Künstlerin zudem von 15-17 Uhr bei imago vor Ort sein.