Die Finnen siegen erneut

Bei der Wedemark-Rallye sahen die Zuschauer rasanten Motorsport. Foto: L. Irrgang
 

ADMV-Rallye in der Wedemark wieder großer Erfolg

Wedemark (kf/ig). Mit Jaakko Keskinen und Juha Heikkilä im Mitsubishi Lancer Evo 10 geht auch in diesem Jahr der Siegerpokal nach Finnland. Auch schon im vergangenen Jahr kam der Sieger der Wedemark Rallye aus Finnland. Die Rallye lockte auch in diesem Jahr wieder sehr viele Motorsportfans in die Wedemark. Allein schon ein Blick auf die zahlreichen auswärtigen Autokennzeichen verriet, dass die ADMV Wedemark-Rallye weit über die Grenzen der Wedemark bekannt ist. Neben der Strecke verfolgten so die Zuschauer ein spannendes Rallyegeschehen, bei welchem Teilnehmer aus ganz Deutschland, Holland, Finnland und der Schweiz an den Start gegangen waren. Sichtlichen Spaß hatten die beiden Vorfahrzeuge. Aus den Niederlanden angereist war Dennis Kuipers mit Beifahrer Erwin Berkhof mit einem Ford Focus WRC sowie der Hesse Marcus Hesse und Uwe Kunze im Mitsubishi Evo 6. Sie sollten die Zuschauer auf das Teilnehmerfeld einstimmen und das taten Sie auch. Fünf Wertungsprüfungen, mit einem Schotter+Sand Anteil von 55%, und unterschiedlichen Kursen bei den Durchfahrten, standen auf dem Programm. Für Fahrer und Beifahrer hieß es volle Konzentration schon bei der Besichtigung der Strecken. Der Veranstalter baute die Prüfungen (1+3+5 und 2+4) zwischendurch um. Keine leichte Aufgabe, aber die Sandgruben waren bestens präpariert und boten jede Menge Spaß für Fahrer und Zuschauer. Insgesamt legten die knapp 60 Starter 74 km zurück, wovon 35 km als Prüfungen gewertet wurden, bei denen um die Zeit gefahren wurde. Diese Zeitfahrprüfungen fanden in den Sandkühlen und auf zahlreichen Freiflächen statt. Um zu den Prüfungen zu gelangen, mussten die Fahrer am ganz normalen Straßenverkehr teilnehmen, und sich dementsprechend auch an die Straßenverkehrsordnung halten. Die Veranstalter zeigten sich mit dem Rennverlauf sehr zufrieden, „alles hat gut geklappt“, so Janina Depping im Gespräch mit dem ECHO, „und wir sind froh, dass es zu keinen größeren Unfällen gekommen ist.“ Als eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr bezeichnete Depping den Umzug des Rallyezentrums in die Mellendorfer Jugendhalle. Im Vorjahr hatte noch die Mehrzweckhalle in Bissendorf als Zentrum gedient. „Dadurch lag in diesem Jahr das Fahrerlager sehr zentral, wir möchten uns auf diesem Weg bei der Gemeinde Wedemark bedanken, denn ohne die Hilfe wäre die Rallye in dieser Form nicht möglich gewesen.“ Auch für die sofortige Zusage für die Hallennutzung durch die Jugendpflege dankte Depping ausdrücklich. Auch neben der Strecke fand die Motorsportveranstaltung zahlreiche Unterstützer, so halfen beim Funk und als Streckenposten neben den Aktiven der Feuerwehren aus Mellendorf, Bissendorf und Bennemühlen auch die Kleingartenfreunde aus Mellendorf. Beim Geschehen auf der Strecke setzte sich Jaakko Keskinen sofort an die Spitze des Feldes und gewann die erste Wertungsprüfung mit 11 Sekunden Vorsprung. Dabei begeisterte der Finne die Fans mit herrlichen Drifts. Der Fritzlarer Michael Neuschäfer-Rube mit seiner Beifahrerin Nina Becker ebenfalls im Mitsubishi Lancer unterwegs (allerdings in einer älteren Evolutionsstufe Evo 8), schaffte die gleiche Zeit und auf der 4. Prüfung sogar eine Bestzeit, doch im Ziel lagen die Finnen mit 20 sec. vorne.
Traktion war Trumpf in der Wedemark, dass nutzen auch die dritt- und viertplatzierten Allrad-Piloten Ronald Kaspar und Jean Ihlefeldt aus dem Mecklenburgischen Michendorf mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 6 und Jörg Mittelsdorf und Rigo Sonntag (auf einem Subaru Impreza GT.
Bestes zweiradangetriebenes Fahrzeug wurden der Chemnitzer Mark Muschiol mit seiner Beifahrerin Kerstin Munkwitz aus Bad Schmiedeberg auf einem Renault Clio Ragnotti. Durch ihre spektakuläre Fahrweise wurden sie nicht nur fünfte in der Gesamtwertung sondern gewannen auch ihre Klasse, wie schon im Vorjahr. Spannende Duelle gab es zwischen Sebastian Vollak /Patrick Weber und Günther Werner/Hans Peter Schmitz im BMW 318is auf den Plätzen, auf der letzten WP sicherte sich Vollak dann den Sieg. Beim Volvo-Original-Cup setzt sich der erst 19-jährige Philipp Knof/Mike Dohms einmal mehr durch und gewinnt vor Cup-Verteidiger Andreas Leue/Bianca Lustig und Ralf Schmidt/Haimo Lingl
Beim Historic-Rallye-Cup siegte überraschend das Porsche-Team Frank Meinhardt/Sabine Ehseluns im 924 vor Ulli Nieweg/Frank Schrader im 911er, dritter wurde Cuporganisator Rolf Blaschke/Heiner Brandes im VW Käfer 1500.
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