Die neue Krippe hat ihren Betrieb aufgenommen

Erster Eingewöhnungstag in der Krippe der WEDEracker in den neuen Räumen für Hannibal (links unten) mit Mutter Alexandra Gehrke (links) und Elvis (dahinter auf dem Arm von Erzieherin Janin Coates, daneben Elvis Mutter Adwoa Owooh und von rechts die Erzieherinnen Jacqueline Adamczyk, Jessica Kuhlmann und Maria Elflein.

Hannibal und Elvis sind die ersten Kinder in den nagelneuen Räumen

Mellendorf (awi). Montag, der 4. Januar 2016, ist ein ganz besonderer Tag für die WEDEracker und ihren Träger, den Verein der Kinderfreunde mit seinem Vorsitzenden Tim Arndt-Sinner sowie die gesamte Belegschaft. Denn am Montag haben nicht nur die beiden Kindergartengruppen der WEDEracker ihre neuen Räume in hinteren Gebäudeteil der Berthold-Otto-Schule am Gilborn bezogen, sondern auch die neu eingerichtete Krippengruppe der „Schnecken“ hat ihren Betrieb aufgenommen. Bei einer Krippe bedeutet das allerdings nicht, dass auf einen Schlag alle 15 Ein- bis Dreijährigen abgegeben werden und den ganzen Tag betreut werden. So eine Krippengruppe muss wachsen, erklärt Tim Arndt-Sinner. Die Eingewöhnung der Kleinen ist ein schwieriger Prozess, der langsam wachsen muss. Und so sind an diesem ersten Tag nur zwei Neulinge in den noch ganz neu riechenden Räumen zu finden: Hannibal, der seinen ungewöhnlichen Vornamen seinem geschichtsbegeisterten Vater verdankt, wie Mutter Alexandra Gehrke schmunzelnd erklärt, und Elvis. Und auch hier ist Mutter Adwoa Owooh an diesem ersten Tag dabei, und auch in den nächsten Tagen und vielleicht auch Wochen werden der 14 Monate alte Hannibal und der ein halbes Jahr ältere Elvis täglich einige Zeit mit ihren Müttern in der Krippe verbringen, die dann immer öfter mal erst für kurze, dann für längere Zeit fortgehen. Jedes Kind benötigt eine andere Zeitspanne, bis es die Trennung von der Mutter akzeptiert und problemlos in der Krippe bleibt, wissen die erfahrenen Erzieherinnen. Sie arbeiten nach dem „Berliner Konzept“, das den Kindern genau diese individuelle Zeit zugesteht. Auch wenn dies möglicherweise bedeutet, dass die nächsten Kinder zur Eingewöhnung erst ein wenig später als ursprünglich geplant kommen können. Hannibals Mutter Alexandra Gehrke findet das gut. Sie will ihre Arbeit in der eigenen Ergotherapie-Gemeinschaftspraxis in Bissendorf vormittags wieder aufnehmen, hat in den letzten Monaten bereits einen Tag in der Woche gearbeitet und Hannibal der Oma anvertraut, sowie samstags dem Vater. Der Kleine wirkt auch ganz cool an seinem ers-ten Krippentag. Bei ihm wird die Eingewöhnung möglicherweise schneller funktionieren als bei Elvis. Er wächst mehrsprachig auf: Sein Vater redet deutsch mit ihm und natürlich auch die Erzieherinnen in der Krippe, sein Mutter spricht Englisch und ihre Muttersprache Africaans mit Elvis. Adwoa Owooh geht nicht arbeiten, muss sich aber noch um Elvis jüngeren Bruder kümmern und möchte zudem seine sprachliche Entwicklung unterstützen. Darum wird Elvis die Krippe besuchen. Alle Plätze sind bereits vergeben, aber bis die Gruppe komplett ist, wird es wohl noch einige Wochen dauern.