Die Wedemärker wählen Brockmann

Wedemark (awi). Das war knapp für den amtierenden Regionspräsidenten Hauke Jagau von der SPD: Mit 50,9 Prozent schaffte er es bei der Stichwahl am Sonntag haarscharf, sein Amt gegen Herausforderer Axel Brockmann von der CDU zu verteidigen, der regionsweit 49,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte. Wäre es nach den Wedemärkern gegangen, wäre die Wahl allerdings anders ausgegangen: Wie bereits beim ersten Wahlgang vor 14 Tagen sprach sich die Mehrheit der Wedemärker mit 54,8 Prozent deutlich für Axel Brockmann aus, der mit dem Argument „Müllchaos beenden“ offenbar auch in der Wedemark punkten konnte. Für Jagau stimmten 45,2 Prozent der Wedemärker. Dabei war die Wahlbeteiligung in der Wedemark mit 30,1 Prozent sogar noch zwei Prozent besser als in der Region Hannover. Allerdings haben es die Briefwähler rausgerissen: 9,7 Prozent der Wahlberechtigten, nämlich 2.382 Wedemärker, stimmten per Briefwahl ab. Einen Wahlschein hatten sogar 2.839 Wedemärker beantragt. Aber nicht alle nahmen ihr Briefwahlrecht dann wahr. In den Wahllokalen selbst lag die Wahlbeteiligung zwischen 17,4 Prozent in Berkhof und 26,3 Prozent in Oegenbostel. Wedemarkweit weist die Region die Wahlbeteiligung aber mit 30,1 Prozent aus. Der letztendliche Sieger auf Regionsebene, Hauke Jagau, holte sein bestes Ergebnis in der Wedemark mit 56,1 Prozent in
Oegenbostel, und sein schlechtestes mit 31,6 Prozent in Meitze. Logischerweise war es bei Axel Brockmann umgekehrt: Sein bestes Ergebnis in der Wedemark erzielte er mit 68,4 Prozent in Meitze, sein schlechtestes mit 43,9 Prozent in Oegenbostel. Unterm Strich war Jagau der Gewinner in Brelingen, Wennebostel, Bennemühlen, Elze, Mellendorf und Oegenbostel. Alle anderen Wahllokale in der Wedemark gingen mit zum Teil sehr deutlicher Mehrheit an Axel Brockmann, was ihm jedoch im Endeffekt nichts nützte.