Dieses Schild war ein schlechter Scherz

Dieses Schild entdeckten Passanten am Wochenende in der Feldmark zwischen Mellendorf und Wennebostel und lieferten es bei der Polizei in Mellendorf ab. Die suchte die Umgebung nach Fallen ab, konnte aber keine entdecken. Die Polizei geht von einem schlechten Scherz aus. Foto: Privat

Unbekannter hält mit Warnschild Polizei und Hundebesitzer in Atem

Mellendorf/Wennebostel (awi). Als verschiedene Hundebesitzer am Sonnabend ein offiziell wirkendes Schild in der Feldmark zwischen Mellendorf und Wennebos-tel entdeckten, das vor Wildfallen warnte und gebot Hunde wegen Verletzungsgefahr an die Leine zu nehmen, war der Schreck erst mal groß. Spaziergänger informierten die Polizei. Während die Beamten des Mellendorfer Kommissariates ausrückten, um die betreffende Feldmark nach Fallen abzusuchen und sich wunderten, dass sie das Schild nicht entdeckten, hatten andere Passanten dieses bereits abmontiert und selbst am Kommissariat vorbeigebracht.
Die Suche der Beamten nach möglichen Fallen blieb ebenso ergebnislos wie die nach dem Motiv des Unbekannten, der sich nach augenblicklichen Erkenntnissen der Polizei wohl einen „schlechten Scherz“ erlaubt habe, so die kommissarische KED-Leiterin Andrea Flohr im Gespräch mit dem ECHO. Rücksprachen der Polizeibeamten mit dem zuständigen Jagdpächter hatten ergeben, dass dieser weder Fallen noch Schild aufgestellt hatte und sich die Sache auch nicht erklären konnte. Bis die Absuche mit negativem Ergebnis abgebrochen worden war, hatte die Polizei den besorgten Spaziergängern geraten, ihre Hunde vorsichtshalber an die Leine zu nehmen. Die Hundebesitzer und Anwohner waren verständlicherweise stark verunsichert. Sie mussten zunächst von möglicherweise tatsächlich aufgestellten Wildfallen mit verheerender Wirkung für ihre Haustiere, Wildtiere, aber auch spielende Kinder ausgehen, zumal das Schild nicht weit von der Wohnbebauung entfernt hing. Anwohner, Passanten und Polizei sind sich unumstritten einig, dass es sich hierbei um einen äußerst schlechten Scherz gehandelt hat. Als mögliches Motiv ziehen sie jemanden in Betracht, der sich über freilaufende Hunde geärgert hat. Nach Informationen des ECHO war es im weiteren Umkreis in der Vergangenheit zu Wilderei durch freilaufende Hunde gekommen. Zurzeit herrscht in der Feldmark kein Leinenzwang. Dennoch müssen Hundebesitzer selbstverständlich sicherstellen, dass ihre freilaufenden Hunde sich in ihrem Einwirkungsbereich aufhalten und das Wild in keiner Weise durch sie gefährdet wird.
Einen Straftatbestand erfülle das Aufhängen des ominösen Schildes ohne Verfasser übrigens nicht, teilte Andrea Flohr mit. Dennoch würde die Polizei sich für den Urheber interessieren.