Dirk Hallmann kandidiert für die CDU

Erster öffentlicher Auftritt des frisch gekürten CDU-Bürgermeisterkandidaten Dirk Hallmann am Donnerstagabend bei der CDU-.Mitgliederversammlung der CDU-Hellendorf. Foto: A. Wiese

Ehemaliger Kommissariatschef: „Das Bürgermeisteramt ist auf mich zugeschnitten“

Wedemark (awi). Der Bürgermeisterkandidat der CDU Wedemark für die Wahl am 9. Februar 2014 heißt Dirk Hallmann. Der Erste Polizeihauptkommissar und frühere Kommissariatsleiter in Mellendorf setzte sich bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Gasthaus Bludau in Wennebostel mit 64 zu 55 Stimmen gegen Carsten Niemann aus Burgwedel durch. Keine 48 Stunden nach seiner Wahl hatte Hallmann bereits seinen ersten öffentlichen Auftritt: beim Themenabend der Hellendorfer CDU. Spontan hatten ihn Hellendorfs CDU-Vorsitzender Klaus Kreutzer und Lindy Bötel noch am Dienstagabend eingeladen und genauso spontan sagte Dirk Hallmann zu, zumal ihm das Thema des Abends auf den Leib geschneidert schien: Wie schütze ich mein Haus vor Einbrechern? Doch das Referieren überließ er seinem Kollegen Michael Nickel von der Zentralstelle Technische Prävention der Polizeidirektion Hannover. Nur kurz ging der CDU-Bürgermeisterkandidat darauf ein: Im Polizeikommissariat Südstadt, wo Hallmann seit Februar stellvertretender Dienststellenleiter ist, habe er sehr viel gerade mit Tageswohnungseinbrüchen zu tun. Das anonymisierte Wohnumfeld werde von den Tätern gerne genutzt. Doch schlimmer als der materielle Schaden sei der psychische bei den Betroffenen, in deren intimsten Bereich eingedrungen worden sei. „Hören Sie meinem Kollegen gut zu und sichern Sie ihr Eigentum, so gut es geht. Wenn die Wedemark sicher ist, geht es auch der Wirtschaft gut“, appellierte Hallmann an die Zuhörer im Hellendorfer Reiterstübchen. „Ein Stück weit ist es immer meine Wedemark geblieben“, leitete der CDU-Bürgermeisterkandidat seine Kurzvorstellung ein und spielte damit auf seine Zeit als Kommissariatsleiter von 2003 bis 2006 an. In dieser Zeit sei das neue Dienstgebäude der Polizei entstanden. Lange habe er mit dem damaligen Bürgermeister Wilfried Willers über einen gemeinsamen Dienstsitz diskutiert, erinnerte sich Hallmann. Doch Willers habe damals gesagt, bis die Wedemark ein neues Rathaus bauen könne, das werde noch dauern. Die Polizei habe auf ihr neues Dienstgebäude jedoch nicht mehr warten können. Die beiden alten Wohnhäuser, in denen der Schimmel an den Wänden saß, seien für seine Kollegen nicht mehr zumutbar gewesen. Er habe handeln müssen, so Hallmann, und das auch getan. Mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Editha Lorberg habe der Neubau durch einen Investor in relativ kurzer Zeit realisiert werden können. „Bereits nach einem Jahr waren wir drin. Heute ist mein Zwillingsbruder dort Dienststellenleiter“, berichtete Hallmann den Teilnehmern am CDU-Themenabend. Und er verbinde noch andere Erinnerungen mit der Wedemark: Er und seine Kollegen hätten hier nach dem Amoklauf eines Wedemärkers, den ein Polizeibeamter mit seiner Dienstwaffe erschossen habe, eine unglaubliche Solidarität erlebt. „Wir waren traumatisiert und die Betreuung für die Mitarbeiter war vor zehn Jahren noch nicht so gut aufgestellt, wie das heute der Fall ist. Der Rückhalt durch die Bevölkerung hat uns damals sehr geholfen“, erinnerte sich Hallmann. Er schwenkte über zu seinem Werdegang, berichtete von seinem Landratswahlkampf in Holzminden, wo er in neun Monaten 211 Termine absolviert habe und 10.000 Kilometer gefahren sei, sich in dem traditionell „roten“ Wahlkreis am Ende aber doch nicht habe durchsetzen können. Seine Wahlkampferfahrung aus dieser Zeit wolle er der Wedemärker CDU zur Verfügung stellen. „Ich glaube, dass die CDU Wedemark reif ist, den Bürgermeister zu stellen. Ich bin hoch motiviert, brenne darauf, loszulegen. Ich werde kämpfen mit allem, was ich drauf habe. Die Wedemark ist traumhaft schön. Es würde mir Spaß machen, hier zu gestalten. Ich bin so scharf auf dieses Amt, weil es so gut zu mir passt. Das Amt des Bürgermeisters in der Wedemark ist mir auf den Leib geschneidert“, beendete Dirk Hallmann seine Kurzvorstellung am Donnerstagabend in Hellendorf. Großen Eindruck machte auf ihn auch eine E-Mail seines Gegenkandidaten Carsten Niemann, in der er sich bei seinen beiden Mitbewerbern für den fairen Umgang bedankt und zur Unterstützung für Dirk Hallmann aufgerufen hatte, um ein positives Signal der Geschlossenheit zu setzen.