Diskussion um Sporthalle

CDU-Fraktion unterstützt die Vereine

Wedemark. In der letzten Ratssitzung hatte Bürgermeister Tjark Bartels erklärt, dass die Errichtung einer Sporthalle aus logistischen Gründen zurückgestellt werden müsse. Dies habe nun die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wedemark aufgegriffen und in der letzten Finanzausschusssitzung beantragt, 150.000 Euro Planungskosten für eine neu zu errichtende Turnhalle in den Haushalt einzustellen. Die Planungen könnten danach in diesem Jahr durchgeführt und spätestens im Jahr 2011 mit einem Bau begonnen werden, so CDU-Fraktionschef Jörg Onnasch in einer Presseerklärung. Mit Sorge betrachte die CDU-Fraktion den Umgang des Bürgermeisters mit den Vereinen. In den Vereinen der Gemeinde Wedemark seien ein Drittel der Bürger – über 10.000 Menschen – organisiert. Die Tatsache, dass allein nahezu 4.000 Kinder von den Sportvereinen betreut würden, habe, so der CDU-Fraktionsvorsitzende, immer das soziale Rückgrat der Gemeinde Wedemark dargestellt. Die vielen ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes und Übungsleiter kümmerten sich in ihrer Freizeit um Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde. „Diese Arbeit muss – wie auch in der Vergangenheit – in unverän-
derter Form unterstützt werden", forderte Onnasch. Die Vereine seien schon genug damit bestraft, dass ihnen Hallenzeiten durch Einrichtung der Ganztags-
schule weggenommen worden seien. Es könne aber nicht angehen, so
Onnasch weiter, dass die Mittel für die Sportförderung um fast 25 Prozent gekürzt werden sollen. Der Bürgermeister habe in seinem Haushalt vor-
geschlagen, die im Verhältnis zu den Betreuungen lächerlichen Mittel von etwa 71.000 Euro auf etwa 63.000 Euro zusammenzustreichen. Hiergegen werde sich die CDU-Fraktion mit allem Nachdruck aussprechen. In die gleiche Richtung gehe das Vorhaben des Bürgermeisters, die pauschalen Zuwendungen für die in der Wedemark existierenden Spielkreise in Höhe von 10.000 Euro ganz zu streichen. Gerade der Bürgermeister, der doch immer Wert auf Kommunikation lege, verhindere durch diesen Vorschlag, dass die für die sozialen Bindungen sehr wichtige Kommunikation von Müttern und Vätern kleiner Kinder in
diesen Spielkreisen stattfinde. Ohne diese minimalen Zuwendungen
würden diese Spielkreise nicht mehr existieren, gibt Onnasch zu bedenken. Wenn der Bürgermeister so weiter mache, werde wohl von der Gemeinde Wedemark, in der sich bislang die Menschen sehr wohl
gefühlt hätten und in die sie auch gern gezogen seien, nur noch die von ihm erschaffene Worthülse „Wohlfühlgemeinde“ übrig bleiben, heißt es in der Presseerklärung der CDU.