Dritter TRI-Austausch an der IGS

Schüler und Lehrer aus den drei Ländern Deutschland, Polen und Ukraine posieren für ein Gruppenfoto im Verwaltungstrakt der IGS Wedemark.

Schüler und Lehrer aus Polen und der Ukraine in der Wedemark

Wedemark (awi). Der dritte TRI-Austausch-Jahrgang hat sich vom 30. Mai bis zum 5. Juni in der Wedemark getroffen. Seit 2015 finden regelmäßig Treffen von Schülern und Lehrkräften aus dem polnischen Krakau, dem ukrainischen Charkiv und der IGS Wedemark statt. Diese Gruppe, bestehend aus jeweils zehn Schülern aus jedem Land, lernte sich im Oktober letzten Jahres im polnischen Kreisau kennen und traf sich erneut im April in Krakau. Der Besuch in der Wedemark rundet das Projekt, das dieses Mal unter dem Motto „Building Bridges – Brücken bauen“ steht, ab. Die Familien der deutschen Teilnehmer sind Gastgeber für jeweils einen polnischen und einen ukrainischen Gast. Auf dem Programm stehen das Erkunden der Wedemark, ein Besuch bei Sennheiser, ein Projekt im Mehrgenerationenhaus, ein Tag im Klimahaus in Bremerhaven, ein Treffen mit dem Projekt „Neues Land“ in Hannover, ein Foto-Workshop und vieles mehr. „Mit einem Gegenbesuch in der Ukraine klappt es im Moment wegen der instabilen politischen Verhältnisse leider noch nicht“, bedauert Lehrerin Franziska Frome, die zusammen mit Joachim Kasten den Austausch an der IGS begleitet. Dennoch gibt sie die Hoffnng nicht auf, dass es möglicherweise Mitte bis Ende nächsten Jahres tatsächlich auch ein Treffen der Schüler aus Deutschland, Polen und der Ukraine in Charkov geben könnte. Neben dem umfangreichen Besichtigungs- und Kulturprogramm der letzten Tage genossen die Schüler aller drei Nationen am Montag auch den Nachmittag im Mehrgenerationenhaus ganz besonders. Um 16 Uhr wurden sie dort von Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas begrüßt. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen. Ab 16.30 Uhr konnten sich die Schüler an einigen Ständen, die die Freiwilligenagentur um Daniel Diedrich und sein ehrenamtliches Team organisiert hatten, über das Ehrenamt und die verschiedenen Gruppen in der Wedemark informieren. Ab 17.30 Uhr ging es dann in die große Küche im Obergeschoss des Mehrgenerationenhauses und die kleine Küche im Erdgeschoss, um international zu kochen. Unten bereiteten die deutschen Schüler Kartoffelsalat und Buletten als Hauptgang vor. Oben wurde von den ukrainischen Gäs-ten fleißig Gemüse für die Vorsuppe Borschtsch geschnippelt, dessen wichtigster Bestandteil rote Beete ist. Die polnischen Schüler bereiteten derweil einen original polnischen Apfelkuchen für den Nachtisch vor. Federführend bei der Kochaktion war Anna Ehrhardt. Die Mutter eines der Schüler ist Köchin und auch im Mehrgenerationenhaus eingebunden, so dass sie sich dort bestens auskennt. Auch den Einkauf hatte sie dankenswerterweise übernommen. Den Abschluss des Tages bildete dann ein gemeinsames Essen der internationalen Köstlichkeiten und eine Abschiedsparty in der Agora des MGH.