DRK Elze ehrte Gründungsmitglieder

Offizielles Foto bei der 40-Jahr-Feier des DRK-Elze: untere Reihe v. l.: Renate Bruns, Magdalene Dempewolf, Zita Gernt, Hertha Edenhofner. 2. Reihe v. l.: Rosemarie Lenthe, Lieselotte Kuske, Reinhold Bode, Lieselotte Ude, Emma Müschen, Sophie Bolle, Gisel

18 Damen und Herren traten 1970 ein und engagierten sich kontinuierlich

Elze (awi). Mit einem festlichen Kaffeetrinken hat sich der Vorstand des DRK-Ortsvereins Elze am Sonnabend bei seinen treues-ten Mitglieder bedankt: 40 Jahre lang halten Hans-Heinrich Bakchaus, Zita Gernt, Reinhold Bode, Emma Müschen, Ursula Kiegeland, Lieselotte Ude, Lieselotte Kuske, Reinhard Wilke, Magdalene Hebecker, Herta Edenhofner, Rosemarie Lenthe, Sophie Bolle, Barbara Gebhardt, Helga Schröder, Edith Bruns, Gisela Seidel, Anneliese Fortmüller und Anneliese Otto dem DRK-Ortsverein Elze bereits die Treue, sind im Jahr 1970, dem Gründungsjahr des Vereins eingetreten, hat Ursel Kiegeland herausgefunden.
Den Stellenwert, den das DRK für Elze seitdem hat, hob Ortsbürgermeister Jürgen Benk in seiner Rede heraus. Es sei aus der Dorfgemeinschaft nicht wegzudenken, der Ortsrat sei stolz auf sein DRK, das zahlreiche Veranstaltungen von der Blutspendeaktion bis zu Seniorennachmittagen organisiere und überregional einen erheblichen Beitrag zur medizinischen Versorgung in ganz Deutschland und darüber hinaus leiste.
„Wenn wir das DRK gebraucht haben, war es da“, stellte Benk fest, wobei die Adventsfeiern stets ein besonderes Highlight seien. „Diese Leistungen wären nicht möglich ohne langjährige Mitglieder. Der Vorstand möge bitte noch lange aktiv bleiben. Was wir vom Ortsrat als Unterstützung leisten könne, wollen wir tun“, versprach Benk. DRK-Regionsvorsitzender Hans-Günther Hagen, seit 31 Jahren Vorsitzender des Ortsvereins Wedemark, wenn auch mittlerweile mit Wohnsitz in Hannover, betonte ebenfalls, dass das DRK das Ortsleben maßgeblich mitbestimme und begleite. Doch dürfe man nicht nur in die Dörfer schauen. Das DRK habe gerade wieder ein Flugzeug nach Afghanistan geschickt und sei in Krisensituationen fast immer die erste Organisation vor Ort.
Bedenklich sei, dass das DRK generell über Mitgliederschwund zu klagen habe. „Seit Jahrzehnten entwickeln wir uns zu Individua-listen. Das ist sehr bedauerlich, denn die Vereinsamung könnte durch solche Organisationen wie das DRK und die Mitgliedschaft darin sowie Teilnahme an Aktionen aufgehalten werden“, gab Hagen zu bedenken. Der Regionsvorsitzende appellierte an die Anwesenden, das DRK und andere Vereine zu stärken. Seit 2009 hätten sich die Kreisverbände zu einem Regionsverband zusammen geschlossen, „da die Politik immer versucht hat, die Kreisverbände gegeneinander auszuspielen“, nahm Hagen kein Blatt vor den Mund. Mit 44.000 Mitgliedern sei der DRK-Regionsverband jetzt ein starker Zusammenschluss und habe trotzdem vergleichsweise wenig Einfluss auf die Politiker, deren Parteien nur Bruchteile dieser Mitgliederzahlen hätten. Der DRK-Regionsverband beschäftige 1000 hauptamtliche Mitarbeiter, gab Hans-Günther Hagen zu bedenken, in Kindergärten, Sozialstationen und Rettungsdienst. Das DRK sei eine Organisation, die schlagkräftig sei, wenn es darauf ankomme.
Dem Elzer Ortsverein gratulierte er herzlich zum 40-jährigen Bestehen und erinnerte an die Anfänge: Hans Wiebe sei damals der erste Vorsitzende nach der Gründung gewesen, mit Paula Piepho als zweite Vorsitzende an seiner Seite. Zwei Elzer seien zu diesem Zeitpunkt schon lange DRK-Mitglieder gewesen: Magdalene Dempewolf, die bereits 1924 ins DRK eintrat, und Renate Bruns, die bereits seit 51 Jahren DRK-Mitglied ist. Schon im Jahr 1961 trat Gerd Thies in das DRK ein.
Zunächst gab es Kaffee und Kuchen, anschließend nach dem offiziellen Teil noch gegrillte Würstchen. Die Geehrten genossen den festlichen Nachmittag und die liebevolle Betreuung durch die Ortsvereinsvorsitzende Eva-Maria Jennert und ihr Vorstandsteam. Für die musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgten die Meitzer Dorfmusikanten.