Duden-Rodenbosteler Wehr behält Auto

Das TSFW bleibt in Duden-Rodenbostel, gab Bürgermeister Tjark Bartels (3. v. r.) am Donnerstagabend vor (v.l.) Gemeindebrandmeister Michael Hahn, Berkhofs Ortsbrandmeister Michael Hartmann und Stellvertreter Björn Kahlmeyer, Fachbereichsleiter Jürgen Auha

„Motivationsanschub für Duden-Rodenbostel und neues Fahrzeug für Berkhof“

Rodenbostel (awi). Der Tausch der Feuerwehrfahrzeuge aus Duden-Rodenbostel und Berkhof war im Mai letzten Jahres angeordnet, aber bis jetzt nicht vollzogen worden. Am Donnerstagabend zog Bürgermeister Tjark Bartels einen Schlussstrich unter dieses Thema: „Die Feuerwehr Duden-Rodenbostel ist wieder gut aufgestellt. Der neue Ortsbrandmeister Friedrich Koch hat signalisiert, für eine bessere Aus-lastung des Fahrzeugs zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Daher bleibt das TSFW in Duden-Rodenbostel. Die Feuerwehr Berkhof erhält noch in diesem Jahr ein neues Fahrzeug.“
Die Verwaltung habe sich diese Lösung bereits im Herbst letzten Jahres überlegt, habe jedoch erst einmal sehen wollen, wie das neue Kommando der Duden-Rodenbos-teler Wehr zurecht komme. Vor zehn Tagen habe er die Feuerwehr informiert, dass für ein neues Fahrzeug in Berkhof 105.000 Euro in den Haushalt 2011 eingestellt werden sollen. Laut Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen reicht diese Summe für ein TSFW aus, wenn man vielleicht ein Vorführfahrzeug erwerben könne. Um die Investition tätigen zu können, will der Bürgermeister die Einstellung von Mitteln für einen neuen Rüstwagen für die Mellendorfer Feuerwehr um ein Jahr nach hinten schieben. Ursprünglich sollte im Haushalt 2011 die Summe von 80.000 Euro und im Haushalt 2012 noch einmal 200.000 Euro für den Rüstwagen eingestellt werden, denn selbst wenn das Fahrzeug sofort nach Genehmigung des Haushalts bestellt würde, würde es aufgrund der langen Lieferfristen nicht vor Ende 2012 ausgeliefert werden können. Durch die Verschiebung der Investition um ein Jahr kann die Mellendorfer Wehr den neuen Rüstwagen nicht vor 2014 einplanen. Im Feuerschutzausschuss machte Gemeindebrandmeister Michael Hahn deutlich, dass das Gemeindefeuerwehrkommando diese Lösung nicht bevorzugt. Hahn erklärte, lieber bei der bisherigen Planung bleiben und das neue Fahrzeug für Berkhof in zwei Jahren nach dem Rüstwagen anschaffen zu wollen. Noch sei das neue Gewerbegebiet nicht fertig, der Rüstwagen sei aus Sicht der Gemeindefeuerwehr vorrangig.
Bürgermeister Tjark Bartels begründete beim Pressetermin vor der Sitzung und dann auch noch einmal in der Sitzung die Fahrzeugneubeschaffung für Berkhof mit den extrem hohen Einsatzzahlen der Wehr. Zum Risikofaktor Autobahn käme demnächst auch noch das neue Gewerbegebiet dazu. Das Berkhofer Fahrzeug sei im 18. Jahr. Zwar würden normalerweise 25 Jahre als Lebensdauer für ein Feuerwehrfahrzeug gerechnet, doch hätten Gutachten ergeben, dass das Berkhofer TSFW sowohl Korrosions- als auch Aufbauprobleme habe und definitiv das schlechteste Fahrzeug der Gemeindefeuerwehr sei. Daher habe die Verwaltung entschieden, die Neubeschaffung des Berkhofer Fahrzeuges vorzuziehen, so Bartels vor den Ausschussmitglieder. Dies sei sowohl für Berkhof als auch für Duden-Rodenbostel die beste Lösung. Er freue sich sehr, dass in Duden-Rodenbostel eine Lösung gefunden worden sei. Er selbst und auch die Erste Gemeinderätin hätten sich darum sehr bemüht, betonte der Ortsbürgermeister, sprach aber auch Ortsbürgermeister Wolfgang Kasten seinen ausdrücklichen Dank aus. Das neue Fahrzeug für Berkhof wolle auch die CDU, so Feuerschutzausschussvorsitzender Rudi Ringe, doch stellte er für die CDU den Antrag entgegen der jetzigen Planung der Verwaltung zum ursprünglichen Investitionsplan zurückzukehren und das neue TSFW für Berkhof erst nach dem Mellendorfer Rüstwagen zu bestellen. Jürge Benk (SPD) bat um gesonderte Abstimmung des Haushalts, die SPD werde dem CDU-Antrag nicht zustimmen, sondern dem Verwaltungsvorschlag. So wurde der CDU-Antrag, den Rüstwagen bei der Investition vorzuziehen, mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP abgeleht. Auch der Antrag der Brelinger Feuerwehr auf Übernahme der Reinigungskosten für das Feuerwehrhaus fand im Ausschuss keine Mehrheit. Man könne hier keine Lex Brelingen schaffen, begründete dies SPD-Sprecher Jürgen Benk. Zwar werde das Brelinger Feuerwehrhaus auch für das DRK und für Ortsratssitzungen genutzt, doch weigere er sich Ortsratssitzungen in gemeindeeigenen Feuerwehrhäusern als Fremdnutzung zu akzeptieren. Wenn fremde Gruppe wie das DRK die Räumlichkeiten nutzten, müsse die Feuerwehr mit dem DRK die Reinigungsfrage klären. Er könne sich vorstellen, dass nach Ortsratssitzungen über die Reinigung mit gemeindeeigenem Personal gesprochen werden könne. Die CDU sieht das anders und beantragte, eine pauschale Summe für die Reinigung der Feuerwehrhäuser für alle Feuerwehren in den Haushalt 2011 einzustellen. Dieser Antrag wurde ausdrücklich auch vom Gemeindekommando unterstützt. Sowohl Gemeindebrandmeister Michael Hahn sprach sich ausdrücklich dafür aus, der Feuerwehr eine Pauschalsumme zur Verfügung zu stellen, die diese dann selbst für die Reinigung verteilen könne. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer erklärte, die Zeit, die die Kameraden selbst mit der Reinigung der Häuser verbrächten, fehle in der Ausbildung. Dennoch lehnte die Mehrheit den Antrag ab, Bernd Düerkop von den Grünen enthielt sich, weil er sich in der Bewertung der Sache unsicher sei.