EDEKA in Elze eröffnet Ende 2018

Bürgermeister Helge Zychlinski (Zweiter von links) nutzte seine Sommertour in Elze, um mit Niklas Daser (links) von der Edeka in Minden und dem künftigen Betreiber Uwe-Karsten Lüders (Dritter von links) sowie Wirtschaftsförderin Kim Voigt (Vierte von links) vor interessierten Ortsratsmitgliedern und Dorfbewohnern wie Christiane Lüßmann aus Meitze (von rechts) und Karen Drews aus Elze den Startschuss für den Bau des neuen Edeka-Marktes am Farnkamp bekannt zu geben. Foto: A. Wiese

Bürgermeister verkündet bei Sommertour Ende der unendlichen Geschichte

Elze (awi). Das Ringen um den neuen EDEKA-Markt im Gewerbegebiet Farnkamp in Elze hat ein Ende. Ein tragfähiger Kompromiss, mit dem die EDEKA Minden, ihr Betreiber Uwe-Karsten Lüders und sein Sohn Mario, die Gemeinde, die Region und die Industrie- und Handelskammer, die mit ihrem Veto zuletzt noch einmal ebenso wie das neue Landesraumordnungsprogramm für eine erneute Verzögerung gesorgt hatten, steht. EDEKA setzt in diesen Tagen die Unterschrift unter den Kaufvertrag für das 8.500 Quadratmeter große Grundstück. Bauantrag und Ausweisung des Bebauungsplans werden parallel laufen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, so Bürgermeister Helge Zychlinski am Donnerstag während seiner Sommertour.

Mehrere Ortsratsmitglieder, Kommunalpolitiker und interessierte Bürger hatten sich am Farnkamp eingefunden und lauschten den Ausführungen des Bürgermeisters. Der umriss noch mal knapp die Diskussion seit 2013, während der sich Gemeinde und EDEKA mehrfach am Ziel wähnten, aber immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen bekamen. Angefangen mit dem Grundsatzurteil des Oberverwaltungsgerichts, dass einem Ort wie Elze einen Vollsortimenter dieser Größenordnung nicht zugestand über diverse Festsetzungen und Stellungnahmen, die die Sache immer wieder hinauszögerten. Doch jetzt könne er endlich ein Happy End für die unendliche Geschichte verkünden, so Zychlinski im Beisein von Niklas Daser von der EDEKA Minden und dem künftigen Betreiber Uwe-Karsten Lüders, der den Markt von Anfang an mit seinem Sohn Mario übernehmen wird. Auch das Konzept mit regionalen Produkten werde viel Ähnlichkeit mit Wennebostel haben, so Lüders. Allerdings sei der Markt mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche etwa 400 Quadratmter kleiner. Lebensmittel und Getränke sind nicht getrennt. Im Eingangsbereich wird es einen Backshop mit Produkten der Bäckerei Schäfer und einem Bistro geben, der auch von Lüders betrieben wird. Rund 40 Arbeitsplätze entstehen in dem Markt, zu dem 106 Parkplätze gehören werden. Geöffnet sein wird der neue Markt montags bis sonnabends von 7 bis 21 Uhr. Die Gespräche mit der Sparkasse, im Eingangsbereich einen Geldautomaten einzurichten, liefen, bestätigte Ortsbürgermeister Jürgen Benk.
Für die Bürger war am Donnerstag auch die Zuwegung interessant. Sie führten den starken Verkehr auf der L 190 an, wenn die Autobahn mal wieder dicht sei. Mehr als die bereits beschlossene Linksabbiegerspur und eine Querungshilfe für Fußgänger werde nicht möglich sein, so Bürgermeister Helge Zychlinski. Er wies daraufhin, dass es im Gewerbegebiet am Farnkamp nur noch ein einziges freies Grundstück gebe und zeigte sich mit dieser Nachfrage sehr zufrieden.
Im rückwärtigen Teil des Gewerbegebiets baue ein Pharmaunternehmen sogar nicht nur eine neue Halle, sondern auch ein angeschlossenes Hotel, um vor allem die eigenen Leute bei Seminaren unterbringen zu können. Zychlinski zeigte sich aber zuversichtlich, dass durch die Nähe der Autobahn das Hotel auch darüberhinaus eine sehr gute Auslastung erfahren werde.