Edeka unterstützt Langenhagener Tafel

Der Marktleiter der Wennebosteler Edeka-Filiale, Kevin Richter, entschied, dass die Pfandbon-Sammelaktion der Langenhagener Tafel zugute kommt. Die Vorsitzende Veronika Sauer freut sich sichtlich. Foto: S. Birkner

Pfandbons können im Markt gespendet werden

Wennebostel (sb). Die Idee, Flaschen- und Dosenpfand für einen guten Zweck zu spenden, ist nicht neu. Sehr wohl neu ist allerdings, dass der Edeka-Markt in Wennebostel genau dieses Prinzip nutzt, um die Langenhagener Tafel zu unterstützen. Seit vergangenen Montag hängt dort neben dem Pfandautomaten nämlich eine kleine Box, die Platz für die Pfandbons der Kunden bietet. Wer seinen Pfandbetrag spenden möchte, wirft den frisch gedruckten Bon also einfach hinein, anstatt ihn an der Kasse einzulösen.
Die Pfand-Spendenaktion wurde von der größten Edeka-Regionalgesellschaft, der Edeka Minden, initiiert. Die Entscheidung, für welchen gemeinnützigen Zweck der gesammelte Betrag allerdings gespendet werden soll, liegt in der Hand des jeweiligen Marktleiters. „Für mich war es keine Frage, den Betrag der Tafel in Langenhagen zukommen zu lassen“, erklärte der Marktleiter der Wennebosteler Edeka-Filiale, Kevin Richter. Jeden Tag leiste die Filiale bereits eine Spende an den Verein. „Lebensmittel, die wir nicht mehr verkaufen können, werden täglich von den ehrenamtlichen Helfern der Tafel abgeholt“, sagte er. Aufgrund der guten Zusammenarbeit sei ihm sofort die Idee gekommen, den Betrag der Tafel zu überlassen.
Die Vereinsvorsitzende des gemeinnützigen Vereins, Veronika Sauer, freute sich über die Unterstützung. „Wir können jede Spende, besonders finanzieller Art, dringend gebrauchen“, erklärte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Alle ausgeteilten Lebensmittel würden zwar gespendet und müssten nicht bezahlt werden, allerdings benötige man das Geld dringend für die eingesetzten Autos. „Wir haben zwei Wagen, die täglich jeweils rund 100 Kilometer zurücklegen, um die Spenden abzuholen“, erklärte Sauer. Auch wenn die Mitarbeiter der Tafel ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, zähle jeder Euro. „Auch unsere Telefonrechnung wird von Geldspenden finanziert“, erklärte Sauer.
Die Langenhagener Tafel versorgt in der Flughafenstadt, Isernhagen und der Wedemark insgesamt rund 1000 Haushalte einmal wöchentlich mit Lebensmitteln. „Auch in der Wedemark erhalten etwa 90 Haushalte jede Woche Lebensmittel“, sagte Sauer. Das seien rund 300 Personen. Die Ausgabe übernehme die Bissendorfer St. Michaelis-Kirchengemeinde. „Das ist übrigens auch die größte Ausgabestelle unseres Vereins, da sie alle Wedemärker auf einmal versorgt“, sagte Sauer. Begünstigte Familien, deren Anspruch auf das Angebot übrigens in jedem Fall überprüft wird, erhalten Brot, Brötchen und Kuchen sowie Obst und Gemüse. „Wir verteilen außerdem sehr viele Milchprodukte und aller anderen erdenklichen Lebensmittel, die kleine Mängel aufweisen“, erklärte Sauer. Sie unterstrich, dass die verteilten Lebensmittel niemals verdorben seien. „Es sind nur kleine Schäden an den Produkten, die allerdings ausreichen, dass keine Hausfrau sie mehr im Laden kaufen will“, so Sauer. Durch die Arbeit bei einer Tafel ergebe sich ein völlig neues Verständnis von der Wertigkeit der Produkte. Spenden für die Langenhagener Tafel können auf das Konto 0353 846 000 der Hannoverschen Volksbank (Bankleitzahl 251 900 01) überwiesen werden.