Editha Lorberg besucht Firma Ebeling

Editha Lorberg (4. v. rechts) besuchte mit Vertretern der CDU Wedemark die Spedition Ebeling.

Umsatzeinbußen durch Schleckerinsolvenz wurden aufgefangen

Gailhof. Ein gutes halbes Jahr nach dem Generationenwechsel von Georg Ebeling sen. auf Georg Ebeling jun. besuchte die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg mit Vertretern der CDU Wedemark die Spedition.
Der Wechsel an der Spitze sei im Hause gut vorbereitet gewesen und habe keine nennenswerten Probleme bereitet, erklärte Georg Ebeling zu Beginn des Besuches. Er habe in den ersten Monaten immer auf den Rat seines Vaters zurückgreifen können, wenn das erforderlich war. Etwas problematischer gestaltete sich allerdings die Nachricht über die Insolvenz der Firma Schlecker, für die Ebeling seit 21 Jahren Ware gefahren hat. Immerhin brachte Schlecker Deutschland für die Firma Ebeling zehn bis zwölf Prozent des Umsatzes. Wir können diesen Bereich glücklicher Weise auffangen. Bei einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl und ähnlichen Umsätzen wie im Vorjahr trifft es die Firma Ebeling demnach nicht so stark. Der Gewinn, so Georg Ebeling, sei in diesem Jahr eben nicht so hoch, aber auch das könne man verkraften.
Schlecker hatte neben seinen Filialen in Deutschland auch Filialen in Frankreich, Spanien und Italien, die über Ebeling beliefert wurden. Zumindest in Frankreich und Italien laufen momentan bereits vielversprechende Verhandlungen mit Nahversorgungsunternehmen, die die Schlecker-Filialen übernehmen könnten und die Belieferung weiterhin durch Ebeling organisieren könnten. Ähnliches erhofft man sich auch für Spanien. Damit wäre ein wichtiger Bereich innerhalb des Unternehmens Ebeling gesichert.
In Zukunft wird sich das Unternehmen Ebeling noch stärker auf den Bereich Logistik konzentrieren. Für eine Erweiterung steht Ebeling eine Fläche von 10.000 Quadratmetern zur Verfügung. „Wir werden sehen, wie sich die Gesamtwirtschaft in den kommenden Monaten entwickelt und dann entscheiden, wann wir mit einer Erweiterung des Unternehmens beginnen können“, so Ebeling.
Editha Lorberg erkundigte sich nach den Möglichkeiten, einen Online-Vertrieb in die Wedemark zu holen. Der Markt würde boomen und Ebeling hätte die Kapazitäten für einen entsprechenden Anbieter. Georg Ebeling zeigte sich sehr offen für dieses Thema. Man würde an der einen oder anderen Stelle bereits Gespräche führen. Editha Lorberg kündigte an, diese Bemühungen unterstützen zu wollen.
Ein weiteres Thema war die Mautpflicht auf mehrspurigen Bundesstraßen. Georg Ebeling präsentierte den Besuchern eine Karte, auf der alle betroffenen Teilstücke eingezeichnet waren. Es wurde deutlich, dass es sich um einen sehr kleine Streckenabschnitte innerhalb Deutschland handelt. „Aus meiner Sicht ist die Belastung für das Transportgewerbe durch die Mautpflicht auf einigen Abschnitten der Bundesstraßen vertretbar“, sagte Ebeling, der allerdings anmerkte, „man könne leider zu wenig erkennen, dass die Maut für eine Verbesserung der Straßenbeschaffenheit eingesetzt werden würde.“
Das Unternehmen Ebeling hat in Deutschland 367 Mitarbeiter. Es wird an fünf Tagen in der Woche im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Momentan absolvieren 25 Auszubildende ihre Lehre bei Ebeling. Im vergangenen Jahr haben sechs junge Leute ihre Ausbildung abgeschlossen und wurden zu einhundert Prozent von Ebeling übernommen. „Ich arbeite nur in ganz vereinzelten Fällen mit Zeitverträgen. Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren, gerne für uns tätig sind und durch Festverträge ihre persönliche Lebenssituation besser planen können“, so Georg Ebeling abschließend.