Ehrenmal neu gestaltet

Der Stein am Ehrenmal in Wiechendorf ist ein Findling von einem Feld der Familie Rodenbostel und wurde bereits bei der Errichtung des Ehrenmals 1956 dort aufgestellt. Foto: A. Wiese

Schützenverein, Gemeinde und Erik van der Vorm finanzieren Renovierung

Wiechendorf (awi). Pünktlich zum Volkstrauertag am morgigen Sonntag ist die Neugestaltung des Ehrenmals in Wiechendorf abgeschlossen. Als erstes sticht der neue helle Holzzaun ins Auge, der Stein ist gesäubert und die komplette Anlage neu mit Rhododendren bepflanzt worden. Den neuen Zaun – rund 3.000 Euro – hat die Gemeinde Wedemark bezahlt, weil der alte Jägerzaun abgängig war, die Neubepflanzung hat Schützen- und Ortsratsmitglied Erik van der Vorm aus eigener Tasche bezahlt. Den Aufbau des Zauns und andere Arbeiten hat Thomas Warneke von der Gemeinde veranlasst. Bepflanzt wurde die Fläche von Karsten Langehennig, der sich ebenfalls finanziell an der Aktion beteiligt hat. Intensiv gesäubert und vorbereitet wurde die Fläche von den Schützen Christian Giesecke, Jürgen Leichter, Jürgen Kowahl und Eckard Schuber. Das Grundstück ist Eigentum der Familie Mente, die es für das Ehrenmal seit vielen Jahrzehnten zur Verfügung stellt. Das hat nämlich eine lange Geschichte. Im Jahr 1956 wurde es in Wiechendorf errichtet. Organisator war der Schützenverein Scherenbostel. Da der Aufwand für die Erstellung ausschließlich aus Spenden der Bürger der drei Ortsteile Scherenbostels finanziert wurde, entstanden dem Verein selbst keinerlei Kosten. Die Pflege übernahm damals viele Jahre lang Hermann Möller ehrenamtlich. Der Stein wurde als Findling auf einer Fläche der Familie Rodenbostel gefunden. Nach einem Entwurf einer Lehrter Firma mauerte der Scherenbosteler Friedrich Mönk mit Helfern das Podest für den Stein. Unter dem Findling wurde eine Bleikapsel mit den Namen der Opfer der Weltkriege eingemauert. Die Einweihung erfolgte am Volkstrauertag 1956, heißt es in der von Jürgen Kowahl und Friedrich Zarske herausgegebenen Chronik zum Jubiläum des Schützenvereins. Der Schützenverein Scherenbostel hat schon vor vielen Jahren die Pflege des Ehrenmals übernommen und wird dies auch weiterhin tun. Der Verein bedankt sich für die Neugestaltung bei der Gemeinde Wedemark, speziell bei Thomas Warneke, den Sponsoren und Helfern.
In den ersten Jahren ist der Schützenverein Scherenbostel vor dem Gasthaus von Franz van der Vorm in Scherenbostel angetreten und mit Fahne und Kranz nach Wiechendorf marschiert. Anschließend ging es den gleichen Weg wieder zurück. Später traf man sich vor der Kranzniederlegung auf dem Hof von Kurt Mohlfeld. Von dort war der Weg nicht mehr so weit. In den letzten Jahren wurde der Weg vom Hof der Familie Schnehage zum Ehrenmal noch kürzer. In der heutige Zeit wird die Kranzniederlegung stets durch eine Abordnung des Schützenvereins, den Ortsratsmitgliedern, einem Vertreter der St. Michaelis-Kirchengemeinde Bissendorf und Einwohnern der Ortsteile vorgenommen. Die Gedenkfeier am morgigen Volkstrauertag findet um 15 Uhr am neu gestalteten Ehrenmal in Wiechendorf statt. Alle Bürger sind herzlich eingeladen.