Ein Fest für alle Sinne: Begegnung von Christen dreier Kontinente

Überreichung eines Abendmahlsbildes durch die indischen Gäste an superintendent Hagen.
Helstorf. Exotisch war schon die Begrüßung der Besucher, die sich am Mittwochabend in die Helstorfer Pfarrdiele aufgemacht hatte: Vor der Tür war mit Kreide ein indisches Begrüßungs-Mandala gemalt und zwei freundliche Frauen boten den Gästen Erva-Mate-Tee in einer brasilianischen Cuia (eine versilberte Kalebasse) zu trinken an. Im Foyer der Gemeindehauses stand nach indischer Sitte zum Willkommen ein Silbertablett mit Kandis, Sandelöl und Rosenwasser. 16 evangelisch-lutherische Christen aus den Partnerkirchen in Südbrasilien und der indischen Provinz Tamil Nadu sind derzeit im Kirchenkreis zu Gast und gestalteten mit ihren Gastgebern einen ersten von mehreren Begegnungsabenden. Die gut 50 Gäste kamen nach diesem Empfang sofort untereinander ins Gespräch, sodass Pastorin Annedore Wendebourg als Gastgeberin Mühe hatte, mit ihrer Begrüßungsrede sich Gehör zu verschaffen. Fröhlich, lebhaft, international ging der Abend weiter mit „Lobe den Herren“ in vier Sprachen, einem ebenfalls mehrsprachigen Gebet und einer kurzen Einführung über die Bedeutung von Kirchen-Partnerschaften durch den Superintendenten Michael Hagen. Als Höhepunkt berichteten die ausländischen Delegationen, unterstützt durch eindrucksvolle Powerpoint-Präsentationen, jeweils über ihr Land, ihre Kirche, die kirchliche Arbeit dort und die Bedingungen unter denen sie geschieht, nachdem zuvor die Kirchengemeinde Helstorf-Abbensen den Gästen kurz vorgestellt hatte. Dabei wurden der Gastgeberin und dem Superintendenten von den indischen Gästen kostbare Schals als traditionelles Willkommensgeschenk überreicht, außerdem ein Leuchter und eine Bibel in tamilischer Sprache für die monatlich stattfindenden Partnerschaftsgottesdienste sowie ein Abendmahlsbild. Voller Begeisterung und auch ohne Bilder nicht weniger farbig, schilderten zwei Jugendliche Eindrücke ihrer Reise mit einer Jugend-Delegation in den brasilianischen Kirchenkreis Sinodo Uruguai. Dabei hoben sie besonders die Herzlichkeit hervor, mit der sie überall empfangen wurden. Nach dem Feuerwerk an Informationen und brasilianischen Rhythmen stärkten sich alle an dem großen Büfett mit südamerikanischen Pinienkernen und Kaipirinha, indischen Zuckernüssen, Chapati, Reis- und Linsengerichten, sowie deutschen Kuchen und Salaten. Dabei wurde viel gelacht, erzählt, gefragt. Ein musikalischer Segenswunsch in tamilischer Sprache beendete nach drei Stunden ein gelungenes Fest.