„Ein Klavier, ein Klavier"

Immer für ein Gedicht gut: Arnold Kirchner. Archivfoto: A. Wiese

Kirchenchor bedankte sich bei Arnold Kirchner

Elze (awi). Mit einem Ständchen hat sich der Elzer Kirchenchor an seinem Übungsnachmittag bei Arnold Kirchner für seine Mitwirkung für das neue Klavier bedankt. Und selbstverständlich hatte Elzes Heimatdichter auch für diesen Anlass wieder ein Gedicht verfasst. Der Hintergrund: Das alte Klavier im Gemeindesaal der Kirchengemeinde war abgängig. Eine Reparatur hätte nicht mehr gelohnt. Also musste ein neues her. Doch woher nehmen und nicht stehlen, wie es so schön heißt? Die Kirchengemeinde wies also bei der Erhebung ihres freiwilligen Kirchgeldes auf die Notwendigkeit der Anschaffung eines neuen Klaviers hin. Den entscheidenden Motivationsschub gab Arnold Kirchner mit seinem Gedicht, das das ECHO zu Weihnachten 2012 veröffentlichte und das ganz offenbar die Herzen – und die Portmonees – der Gemeindemitglieder entsprechend öffnete. Und dafür brachte der Chor dem betagten Dichter jetzt ein Ständchen. Arnold Kirchner bedankte sich mit folgendem Gedicht für die Einladung:

„Lieber Elzer Kirchenchor!
Sehr geehrter Herr Pastor!

Wird ein Reimer eingeladen,
kann es sicherlich nicht schaden,
zieht er dabei aus der Tasche
ein Gedicht ---- Das ist so Masche
bei den Leuten von der Feder:
Fühlen stets sich am Katheder !

Heute ist der Anlass hier
Ein Klavier.

Ein besonderes für mich!
Denn es gab mir einen Stich,
als ich las, Ihr braucht hier eins.

Und ich hatte einstmals eins,
das ich nie für seinen Zweck
richtig nutzte --- Dann war’s weg!

Vorher war’s noch kurz bekannt
mir als Messing-Lieferant,
um das Vaterland zu retten.

Ach, ------ wenn wir doch begriffen hätten:

Des Klavieres tausend Töne
sind gedacht nur für das Schöne,
das in uns dann widerklingt.

Besonders, wenn Ihr dazu singt!

Und darauf freue ich mich jetzt und sage Dankeschön für Euer Dankeschön!“

Anschließend verlas Pastor Schnell noch das Gedicht von Weihnachten 2012 und gab das Ergebnis der Spendenaktion bekannt.