"Ein Konzept, das aufgeht und überzeugt"

CDU-Regionsfraktionschef Eberhard Wicke und der Wedemärker Regionsabgeordnete Jörg Onnasch besichtigten die Hensel-Türenfabrik von Christine und Helmer Schöning. Foto: A. Wiese

CDU-Regionsfraktion besichtigt Hensel-Türen

Bissendorf (awi). Hensel-Türen ist seit Jahrzehnten nicht nur ein Begriff in der Wedemark, sondern weit über deren Grenzen bis ins Ausland hinein. Grund genug, für Vertreter der CDU-Regionsfraktion unter Führung ihres Vorsitzenden Eberhard Wicke und mit dem Wedemärker Regionsabgeordneten Jörg Onnasch und Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann in den Reihen, dem Familienbetrieb im Rahmen ihrer Sommertour einen Besuch abzustatten. Das Ehepaar Christine und Helmer Schöning begrüßte die Gäste herzlich und führte sie durch Galerie und Produktion. "2004 haben wir den Betrieb von meinen Eltern übernommen", berichtete Christine Schöning. 2008 wurde die Galerie neu gebaut und damit das Konzept überarbeitet. Ab sofort gab es bei Hensel auch Türen für den Endverbraucher zu kaufen und in der Galerie standen Fachberater auch zu Zeiten zur Verfügung, in denen Berufstätige Zeit haben, sich um ihre Privatangelegenheiten zu kümmern. "Wir haben uns einfach überlegt, wann wir losgehen würden, um uns Türen anzusehen und unsere Öffnungszeiten in der Galerie danach ausgerichtet", so die Geschäftsführerin. "Mit rund 200 Türen verfügen wir über die größte Ausstellung von Innentüren in Niedersachsen und haben ein Alleinstellungsmerkmal", fügt Helmer Schöning hinzu. Zudem sei Hensel der einzige Großhändler mit eigener Produktion. Dabei werden nicht die eigentlichen Türen in Bissendorf produziert, sondern Rohlinge eingekauft, die hier veredelt und individuell nach Kundenwunsch angefertigt werden. Ein lager mit mehr als 10.000 Türen und die schnellsten Lieferzeiten in der Branche sprechen für sich. Dennoch: Dafür, den Umsatz zu halten, muss auch Hensel kämpfen. "Fünf Millionen Türen braucht man in Deutschland, 13 Millionen können produziert werden", gibt Helmer Schöning zu bedenken. Das Problem: Heute brauchen Häuser kaum noch Innentüren, jedenfalls auf Grund der offenen Bauweise wesentlich weniger als früher. Knapp 30 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung werden bei Hensel beschäftigt. Die Firmenphilosophie ist: Alle Rechnungen sofort bezahlen, Türen nur gegen Barzahlung herausgeben und Investitionen erst tätigen, wenn das Geld dafür angespart ist. "Noch nie haben wir einen Kredt aufgenommen", sagt Christine Schöning stolz. Ganz bewusst greifen sie und ihr Mann bei den Bauvorhaben der Firma auf Wedemärker Betriebe zurück und beide würden sich auch freuen, an Wedemärker Großbauvorhaben wie dem Schulbau berücksichtigt zu werden. Doch gesetzlich geregelte Ausschreibungen und die Vergabe an einen Generalunternehmer lassen die Chancen hierfür nicht rosig aussehen. Die Mitglieder CDU-Regionsfraktion hörten interressiert zu, stellten Fragen und bestaunten die hochmodernen Maschinen in der Produktion sowie die große Türenauswahl in der Galerie. Herzlich bedankten sich Wicke als Fraktionschef und Onnasch als örtlicher Abgeordneter für den Blick in die Firmenphilosophie eines Türenherstellers.