„Ein Symbol für drei Generationen“

Prof. Jörg Sennheiser (M.) nahm die Schlüssel für das neue Gebäude symbolisch von Dr. Axel Schmidt entgegen. Links Geschäftsführer Volker Bartels. (Foto: A. Wiese)
 
Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels gratulierte der Familie Sennheiser und der Belegschaft zum Neubau. (Foto: A. Wiese)

Sennheiser weiht neues Technologie- und Fertigungszentrum offiziell ein

Wennebostel (awi). „Dieses Gebäude ist ein Symbol. Der Bauabschnitt 1000 steht auch für die dritte aktive Generation unserer Familie in diesem Unternehmen.“ Mit diesen Worten machte Prof. Dr. Jörg Sennheiser am Freitagnachmittag vor Belegschaft und geladenen Gästen bei der offiziellen Einweihung des neuen Technologie- und Fertigungszentrums des Stellenwert dieses Bauvorhabens in der Firmengeschichte deutlich. Viele Jahre sei geplant, zig Monate gebaut worden. Jetzt sei der Bauabschnitt 1000 fertig, werde auch schon rege benutzt. „Als Gesellschafter sind wir stolz, dass es möglich ist, zu zeigen, dass unsere Mitarbeiter unter besten Bedingungen arbeiten und unsere Produkte herstellen“, sagte Jörg Sennheiser. Sein Vater Fritz, der Firmengründer, habe die aktive Planung noch erlebt, auch den ersten Spatenstich und die Inbetriebnahme, aber er habe das neue Gebäude nicht mehr selbst betreten können. Im Mai verstarb Fritz Sennheiser im Alter von 98 Jahren. Das neue Gebäude sei ein „Schlusspunkt der ersten Generation, der Gründergeneration“, so Sennheiser. Er selbst, die zweite Generation, habe im Unternehmen angefangen, als der Standort Burgdorf gekauft und bezogen worden sei. Im Laufe der Jahre habe es diverse Bauabschnitte in Wennebostel gegeben, in Burgdorf sei die Fertigungsfläche verdoppelt worden. „Der heute offiziell eingeweihte Bauabschnitt 1000 ist ein Symbol für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens. Er steht auch für die dritte Generation, die einer nach dem anderen in die aktive Arbeit hineingekommen ist, ein typisches Symbol für ein Familienunternehmen, und wir sind stolz, dass Sie unter solchen Bedingungen arbeiten können“, wandte sich Prof. Jörg Sennheiser an seine Mitarbeiter. Stolz sei man auch darauf, dass die Investionen hier in der Wedemark hätten getätigt werden können. „Wir bekennen uns zur Wedemark und gehen von hier aus stolz in die Welt hinaus“, erklärte der Firmenchef. Er wünschte dem neuen Gebäude, aber auch allen Mitarbeitern und Gesellschaftern Glück und Erfolg. Geschäftsführer Volker Bartels gratulierte zunächst Marlys Sennheiser zum Geburtstag und übergab einen Blumenstrauß, bevor er auf den Neubau einging. Dieser sei in rasend schneller Zeit entstanden und eine neue Heimat für Produktion und Engeneering geworden. Und Heimat sei da, wo das Klima in Ordnung sei, man nette Menschen treffe und die Stimmen von Kollegen höre. „Hier ist was Tolles entstanden in höchst unruhigen Zeiten“, nahm Volker Bartels Bezug auf die Wirtschaftskrise, trotz der Sennheiser 15 Millionen Euro investiert habe. Er richtete seinen Dank dafür an die Gesellschafter und die Familie Sennheiser für ihren Mut und ihr Vertrauen. „Es ist schade, dass Fritz Sennheiser nicht mit feiern kann, aber er guckt von oben zu“, machte auch der Geschäftsführer die enge Verbundenheit mit dem Firmengründer deutlich. Doch mit Daniel und Andreas Sennheiser trage bereits die nächste Generation zum Gedeihen des Unternehmens bei. „Wir haben hier etwas, um das uns unsere Konkurrenten beneiden: den Sennheiser Geist, den wir in diesem Unternehmen pflegen, den freundlichen Umgang mit einander“, erklärte Bartels schließlich und wünschte den Führungskräften Augenmaß und den Mitarbeitern ein glückliches Händchen.
Der Belegschaftssprecher freute sich über das neue Technologie- und Fertigungszentrum als Garanten für sichere Arbeitsplätze, und dies nicht nur für die nächsten zwei Jahre. Sennheiser habe sich immer zu Deutschland bekannt und mit dieser Investition bewiesen, dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse seien. Er dankte denen, „die dazu beigetragen haben, dass neue Arbeitsorganisationsformen und Bedingungen für moderne Produktion Einzug gehalten haben“. Und er wünschte dem Unternehmen so viele Aufträge, dass immer alle Arbeitsplätze in dem Gebäude besetzt seien.
In seinem Grußwort betitelte Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels Sennheiser als eines der wichtigsten und prägendsten Unternehmen in der Wedemark. Nach dem Krieg in einer schwierigen Zeit gegründet, habe es den strukturellen Wandel der Gemeinde zu einer attraktiven Wohn- und Lebensgemeinde eingeleitet sowie Bevölkerung und Bevölkerungsstruktur maßgeblich beeinflusst, betonte Bartels. Sennheiser habe immer ein klares Bekenntnis zum Standort Wedemark abgegeben, erneut mit diesem Neubau. Dabei sei es nicht immer einfach gewesen, im Dorf einen Neubau dieser Größenordnung zu integrieren und habe auch Abwägungsprozesse erfordert. „Ich bin froh, dass Sennheiser hier in der Wedemark geblieben ist und mit jedem Gebäude ist es für das Unternehmen ja auch schwieriger zu gehen“, so der Bürgermeister. Die Wedemark sei auch mit Fritz Sennheiser eng verbunden. „Ich habe immer bewundert, mit welcher Selbstverständlichkeit und Bescheidenheit er die Firma und das Untenehmen geleitet hat“, erklärte Tjark Bartels. Schließlich ging er noch auf Sennheisern Investitionen und Unterstützung für den Bereich Jugend, Schule und Bildung in der Wedemark ein. Über die Technik AG am Schulzentrum ermögliche und erleichtere Sennheiser den Schülern den Einstieg in technische Berufe. Bartels: „Ich finde es ganz großartig, mit welchem Engagement sie das tun!“ Er überreichte der Familie Sennheiser als Präsent einen Korb mit regionalen Spezialitäten „als Zeichen der regionalen Verbundenheit“. Der offizielle Teil endete mit einer symbolischen Schlüsselübergabe durch Dr. Axel Schmidt an Prof. Jörg Sennheiser und dem Durchschneiden des obligatorischen roten Bandes vor dem Eingang des neuen Technologie- und Fertigungszentrums. Es schlossen sich für die Besucher eineinhalbstündige Führungen durch den Neubau und über das Gelände an, ein Angebot, das sehr gut angenommen wurde.
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