Eine Schule geht auf große Fahrt

Das war das Schönste an der Schulfahrt: Das Kajak-Fahren auf dem Plöner See.

Höhepunkt waren die täglichen Kajakfahrten

Wedemark. Endlich war es wieder soweit: die Berthold-Otto-Schule ging mit allen Schülern auf große Fahrt. Als Ziel hatte man sich Schloss Ascheberg am Plöner See ausgesucht. Jungen und Mädchen, große wie kleine waren natürlich sehr aufgeregt, als der Bus um 8.15 an der Schule hielt, Koffer, Rucksäcke und Spielsachen verstaut wurden und der Hänger mit den schuleigenen Kajaks angekoppelt war. Die Abschiedstränen waren schnell vergessen, nachdem gleich hinter der ersten Ampel die ersten Schnökereien ausgepackt und verzehrt wurden. Nach der Ankunft in der Jugendherberge und der Einteilung der Zimmer wurde zunächst einmal bei einer kleinen Ralleye die Umgebung erkundet. Viel Wald zum Toben, Spielen und Erkunden – und viel, viel Wasser. Schnell wurden die Kajaks zu Wasser gelassen und kleine Probefahrten in Ufernähe unternommen. Vollgepackt war das Programm in den nächsten Tagen: Wanderungen und Geländespiele wurden unternommen, Flora und Fauna während einer Führung erkundet, eine Käserei wurde besichtigt. Die Oberstufenschüler lernten die alte Hansestadt Lübeck kennen und erkundeten den Dom, das Holstentor und einige der zahlreichen Kirchen. Besonders beeindruckend war für alle die Jakobikirche: In der nördlichen Turmkapelle befindet das Wrack eines Rettungsbootes des 1957 mit 80 Offizieren und Kadetten im Atlantik untergegangenen Segelschulschiffes "Pamir", dessen Schwesterschiff, die Viermastbark "Passat", heute im Travemünder Hafen liegt. Auch Spiel und Sport kamen nicht zu kurz: Das große Gelände bot vielfältige Möglichkeiten zum Bolzen, Tischtennisspielen, Schwimmen und Segeln. Einen ganzen Tage verbrachten die SchülerInnen im Hochseilgarten Trappenkamp, wo unter Anleitung schwierigste Kletterübungen absolviert wurden. Höhepunkt waren jedoch die täglichen Kajakfahrten unter der Leitung der Förderschullehrer Günter Brauer und Otto Voogd. Dabei machten die jüngeren Schüler erste Erfahrungen im flachen Wasser, die geübten unternahmen längeren Touren über den Plöner See. Das forderte von den Teilnehmern bei teilweise starkem Wind und Wellengang Kraft und Ausdauer, machte aber auch allen viel Spaß. Beim spendierten Eis vergaß man schnell die Strapazen. Am Ende der Woche kehrten alle braungebrannt, glücklich, in Folge kurzer Nächte auch recht müde nach Mellendorf zurück. Als Fazit hob Schulleiterin Margot Trott hervor: „Wir haben viel gelernt über einen Teil unserer norddeutschen Heimat, noch mehr jedoch hat unsere Schulgemeinschaft von dieser gemeinsamen Fahrt profitiert.“ Der besondere Dank der Schule gilt der Stiftung für Behinderte der Wedemark, die dank einer großzügigen Spende die verschiedenen Aktionen ermöglicht hat.