Eingewöhnungsphase startet am Montag

Aus dem Restaurant Landhaus Wietze ist der Kindergarten Bissendorf-Wietze geworden – ein schmuckes Gebäude, das auch innen deutlich über dem Standard liegt – zur Freude des DRK als Betreiber. Foto: A. Wiese

Bissendorf-Wietze hat endlich seinen Kindergarten – und was für einen schicken

Bissendorf-Wietze (awi). Am Montag nimmt der Kindergarten in Bissendorf-Wietze seinen Betrieb auf: Es ist der erste Kindergarten für diesen Ort überhaupt. Investor Rainer de Groot hat das frühere Kurhaus und ehemalige Restaurant Landhaus Wietze zu einer Kindertagesstätte mit zwei altersübergreifenden Kindergartengruppen und einer Krippengruppe umgebaut, die vom Standard her ihresgleichen sucht.
Die Gemeinde als Mieter und der DRK-Regionsverband als Betreiber nach dem Ausschreibungsverfahren sind gleichermaßen begeistert. Mit Feuereifer sind Einrichtungsleiterin Katrin Czajka und ihr Team dabei, die Gruppen- und Schlafräume einzurichten. Mit 15 Kindern läuft die Eingewöhnungsphase am Montag an. Konzipiert ist die KiTa insgesamt für 15 Krippen- und 20 Kindergartenkinder. Rund 1,3 Millionen Euro insgesamt hat de Groot in das Gebäude investiert und mit der Gemeinde einen Mietvertrag über zehn Jahre für das Erdgeschoss abgeschlossen. In die Investitionen eingerechnet sind aber auch die neun Apartments im Gebäude. Sie sind an das Hotel Brunnenhof in Bissendorf vermietet und vor allem für länger unterzubringende Gäste wie Firmenmitarbeiter gedacht. Kindergarten und Hotelgäste bekommen voneinander jedoch überhaupt nichts mit. Das großzügige Außengelände, auf dem noch Spielgeräte errichtet werden sollen, ist von einem Zaun umgeben, der das Grundstück auch zur Wietze hin abgrenzt, allerdings nicht wie ursprünglich von der Region vorgesehen mit vier Meter Abstand. „Mir war sehr wichtig, dass die Kinder trotz Zaun den Bachlauf sehen und erleben können“, betont de Groot, der dies schließlich auch mit einer Ausnahmegenehmigung und vernünftigen Argumenten durchsetzen konnte. Er hält auf dem Parkplatz auch weiterhin einen Fahrradständer für Kinder aus dem Ort vor, die ihr Rad hier abstellen und mit dem Bus weiterfahren. Bürgermeister Helge Zychlinski war ebenso wie alle anderen voll des Lobes für den wunderschönen Kindergarten und seinen Investor. „Ich bin sehr froh, dass wir mit nur kleinem Zeitverzug fertig geworden sind“, so Zychlinski. Der Zeitplan sei extrem sportlich gewesen. Im August hätte er seine Unterschrift unter den Mietvertrag mit Investor Rainer de Groot gesetzt, im Dezember sei die Baugenehmigung erteilt worden. Nach einem kleinen Ausschreibungsverfahren habe der DRK-Regionsverband den Zuschlag für den Betrieb erhalten. „Das DRK ist ein Träger, den wir bereits aus unserer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Spatzennest in Hellendorf sehr gut kennen, wo es seit 25 Jahren einen Kindergarten betreibt“, so der Bürgermeister. Er betonte, dass die Gemeinde vor allem auch deswegen positiv auf den von de Groot ausgehenden Impuls reagiert habe, weil es fast ausschließlich Bissendorf-Wietzer Kinder seien, die den Kindergarten „bespielen“ würden. „Hätten die örtlichen Zahlen es nicht hergegeben, hätten wir auch nicht zugestimmt“, betonte Zych-linski. Die zügige Realisierung sei ein großer Vorteil und dafür bedankte sich der Bürgermeister herzlich beim Investor. „In anderen Varianten wäre es schwieriger geworden“, ließ Zychlinski durchblicken, dass Bissendorf-Wietze seinen Kindergarten schon in ers-ter Linie dem Engagement des Käufers des Landhauses Wietze verdankt. Ortsbürgermeister Daniel Leide erinnerte daran, dass er bereits kurz nach seiner Wahl 2011 nach einem Kindergarten gefragt worden sei und die Nachfrage aus dem Ort die letzten Jahre nicht weniger geworden sei. Die Realisierung in diesem Gebäude, das eine lange Geschichte habe und bereits vor dem erst nach dem Krieg gegründeten Bissendorf-Wietze als Kurhaus ein Ausflugsziel gewesen sei, sei ein Glücksfall für den Ort.