Einmal Superstar und zurück

Regieanweisungen müssen sein: Beobachtet von Kameramann Marian Ködel instruiert Projektleiter Marco Schulze (rechts) die Jurymitglieder Finja Wojke (von links), Lara Nürnberger und Berit Föst. Foto: S. Birkner

Julius-Club erfrischt mit spannendem Filmdreh

Bissendorf (sb). „Szene eins, Take vier!“, hört man das Mädchen mit der schwarz-weißen Klappe rufen, ehe die Aufnahme beginnt. Maria Polikarov alias Elli Erl tritt vor die vierköpfige Jury, erzählt kurz von sich und fängt an zu singen. Erst trällert sie „Call me maybe“ von Carly Rae Jepsen, macht dann mit „Friends“ von Aura Dione weiter. Die Jury zeigt sich angetan.
Die Songs sind zwar Ohrwürmer von heute, abgesehen davon ist die Szene aber ziemlich authentisch nachempfunden. Wer Elli Erl nicht mehr kennt: Sie gewann 2004 die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Wer Maria Polikarov noch nicht kennt: Sie war vorgestern Schauspielerin für den Julius-Club, der bei einem Filmdreh für das Online-Videoportal „Youtube“ seinen eigenen Superstar suchte.
In erstaunlich professionellem Gewand zeigte sich die Aktion, an der 12 Jungen und Mädchen im Alter zwischen elf und 14 Jahren teilnehmen durften. Mit Unterstützung der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsens waren vier Filmstudenten der Fachhochschule Hannover nach Bissendorf gekommen, um für den richtigen Ton, das richtige Licht und die richtigen Regieanweisungen zu sorgen. Professionelles Equipment wertete die filmische Auseinandersetzung mit Elli Erls autobiografischem Jugendroman „Gecastet“ zusätzlich auf. Die verschiedenen Szenen, gedreht in der Bissendorfer Bibliothek, werden ab 18. Oktober als ganzer Film auf dem Youtube-Channel des Julius-Clubs zu sehen sein.