„Einsätze der Ortswehr sind nicht alles“

Ortsbrandmeister Christian Görries (links) mit den Geehrten und dem Beförderten beim Gruppenfoto mit Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer (rechts) und der stellvertretenden Bürgermeisterin Rebecca Schamber. Foto: B. Stache
 
Ortsbrandmeister Christian Görries (v. l.) mit den für langjährige Mitgliedschaft geehrten Alterskameraden Manfred Hecht, Klaus Jautzus, Günther Lentz und Heinz Krasowski. Foto: B. Stache

Hellendorfer Ortsbrandmeister Christian Görries zieht positive Bilanz

Hellendorf (st). „Glücklicherweise gab es in Hellendorf nur sehr wenige Einsätze im Jahr“, erklärte Ortsbrandmeister Christian Görries bei seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung der Ortswehr Hellendorf. Dass Einsätze bei Feuer oder Unfällen nicht alles im Feuerwehralltag sind, machte der 34-jährige gelernte Diplom Mathematiker und Diplom Informatiker Görries am Samstagabend während der Versammlung im Gasthaus Karsten-Meier deutlich. Im Jahr 2014 wurden von den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) in Hellendorf 42 Dienste durchgeführt. Hinzu kommen Einsätze, Übungen, die Teilnahme an Beerdigungen und zahlreiche Aktivitäten für den Ort, die Gemeinde und die Patenkompanie. „Dies ergibt eine Gesamtstundenzahl für Aktive und Alterskameraden von 2434 Stunden. Zusammen mit der Jugendabteilung hat die gesamte Wehr in 2014 insgesamt 7470 Stunden geleistet“, zählte der Ortsbrandmeister auf. „Unberücksichtigt sind Veranstaltungen im Rahmen der durch Wilhelm (Balke) zusammengehaltenen ´2. Gruppe`, Besuche zu Geburtstagen, Vorbereitungsstunden und ähnliches.“ Christian Görries hatte die Aufgabe des Ortsbrandmeisters vor zehn Monaten übernommen. Zum Ende des Jahres 2014 zählte die Hellendorfer Ortswehr insgesamt 61 Mitglieder, davon 23 Aktive, 20 Alterskameraden und 18 Angehörige der Jugendfeuerwehr. „Hinzu kommen noch 146 fördernde Mitglieder“, gab Görries bekannt. Er erinnerte in seinem Jahresbericht daran, dass sich die Ausbildung am Kerngeschäft der Freiwilligen Feuerwehr orientiert habe. „Neben der Auffrischung im Bereich der Unfallverhütungsvorschriften lag ein Schwerpunkt auf den sogenannten Grundtätigkeiten, die jedes Feuerwehrmitglied im Schlaf können sollte“, so der Ortsbrandmeister. Die gut organisierte Gruppe und das richtige Verhalten jedes Einzelnen bildeten die Basis für den Erfolg im Feuerwehreinsatz. Die ehrenamtlichen Angehörigen der Hellendorfer Ortswehr hatten sich im Rahmen der Weiterbildung auch mit den Themen Gefahren an der Einsatzstelle, dem Brennen und Löschen, sowie den Möglichkeiten der Wasserversorgung beschäftigt. „Im Bereich Atemschutz nahmen wir an Diensten in Mellendorf teil und besuchten das Brandhaus in Faßberg. Die hier realistisch geübten Szenarien forderten nicht nur die PA-Träger (Atemschutzgeräteträger), sondern auch die von außen dirigierenden Führungskräfte“, berichtete Christian Görries. Großes Lob zollte der Ortsbrandmeister dem Jugendwart Benjamin Klautke, der ebenfalls einen ausführlichen Jahresbericht ablieferte. „Mit ihm hat Hellendorf einen engagierten und motivierten Jugendwart gefunden, der mit Herzblut bei der Sache ist und sich für die Jugendlichen einsetzt.“ Bei seiner Terminübersicht warb Görries für einen „großen“ Erste Hilfe Kurs, den die FFW Hellendorf mit acht Doppelstunden für Samstag, 21., und Sonntag, 22. März 2014, organisiert. „Sollten nicht alle Plätze besetzt werden können, so bieten wir fördernden Mitgliedern die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person, zuzüglich Verpflegung und Getränken.“ Er gab noch einen Hinweis auf die vom 8. bis zum 13. Juni in Hannover stattfindende Leitmesse für Brand-/Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit „INTERSCHUTZ“. Für das kommende Jahr kündigte Ortsbrandmeister Görries eine Beitragserhöhung an. „Das Kommando hat sich entschlossen, ab 2016 den Mitgliedsbeitrag auf 40 Euro und die Umlage bei der Jahreshauptversammlung auf 10 Euro anzuheben.“ Ihre Verbundenheit zur Ortswehr Hellendorf brachten die stellvertretende Bürgermeisterin Rebecca Schamber, Ortsbürgermeister Hartmut Pflüger, Pastor Michael Brodermanns sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer in ihren Grußworten zum Ausdruck. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Arndt Hanebuth-Gödecke wurde am Abend für weitere sechs Jahre einstimmig von der Versammlung wiedergewählt. Rolf Zimmermann steht als sogenannter Ersatzmann-Kassenprüfer zur Verfügung. Für die Jahreshauptversammlung waren zahlreiche Ehrungen und eine Beförderung vorbereitet. Günther Lentz ist seit 60 Jahren Mitglied der FFW, seit 50 Jahren gehören Peter Hennig, Richard Behlau, Heinz Krasowski, Manfred Hecht und Ulrich Kahmann dazu. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft blicken Klaus Jautzus, Gert-Peter Butenhoff, Michael Böttcher, Jens Estherr, Karsten Estherr, Uwe Lentz, Jörg Urban und Helmut Wegener zurück. Für 25 Jahre wurden Ingeborg Ecker und Helmut Habenicht geehrt. Jörg Lischitzki erhielt die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann. Für die höchste Dienstbeteiligung im Jahr 2014 übergab Ortsbrandmeister Christian Görries an Martin Schönhoff und Thomas Retter einen Gutschein – mit besonderem Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Ortswehr Hellendorf.