Einsatz in allen Lebensbereichen

Ein Knopfdruck genügt. Sofort wird eine Verbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt. (Foto: Foto: Michael Bellaire / Johanniter)

Senioren haben keine Angst vor moderner Technik

Schwarmstedt. Die Zeiten, in denen in Seniorenhaushalten allenfalls ein
Fernseher und ein Radio standen, sind vorbei. „Ältere Menschen sind heute
sehr stark an Technik interessiert und haben keine Scheu, elektronische
Geräte zu nutzen“, erklärt der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski.
DVD-Recorder, digitale Videokamera und Computer sind keine Seltenheit mehr.
„Schon in jedem vierten Seniorenhaushalt steht bereits ein Computer“, sagt
der Forscher. Doch moderne Technik dient nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch der Sicherheit. Ein Beispiel dafür ist der Hausnotruf. Allein 98 000 Menschen
bundesweit nutzen ihn bei den Johannitern, im Heidekreis sind es gegenwärtig
rund 200 Teilnehmer, die sich für den Johanniter-Hausnotruf entschieden
haben. Das Hausnotruf-Prinzip ist einfach: Ein Knopfdruck genügt, um Hilfe herbei
zu holen. Ein Basisgerät wird an das vorhandene Telefon angeschlossen und
ist mit Lautsprecher, Mikrofon und Notruftaste ausgestattet. Die Teilnehmer
tragen den Sender als Armband, Halskette oder Clip an der Kleidung. Auf
Knopfdruck wird im Notfall die direkte Sprechverbindung zur Einsatzzentrale
hergestellt und dort für schnelle Hilfe gesorgt. „Viele ältere Menschen und deren Angehörige überlegen zunächst lange, ein Hausnotruf-Gerät anzuschaffen“, weiß Heike Duensing-Heinke, Fachbereichsleiterin Hausnotruf des Johanniter Ortsverbandes Aller-Leine. „Doch wenn sie erst einmal das Gefühl der Sicherheit verspürt haben, dass ihnen der Hausnotruf bietet, wollen sie nicht mehr darauf verzichten.“ Bei den Johannitern in Niedersachsen und Bremen ist der Hausnotruf
TÜV-zertifiziert und die Einsatzzentrale rund um die Uhr besetzt. Je nach
Situation benachrichtigen die Mitarbeiter den Johanniter-Einsatzdienst,
Arzt, Rettungsdienst, Polizei, Nachbarn oder Angehörige. Während der Johanniter-Aktion „Sicherheitswochen“ vom 20. September bis 31. Oktober können Interessenten den Hausnotruf jetzt vier Wochen lang kostenfrei testen.