Elze muss weiter auf Edeka-Markt warten

Ortsbürgermeister informiert Zuhörer über den Sachstand

Elze (nm). Der Edeka-Markt, den sich die Elzer und die Bewohner der umliegenden Orte im Gewerbegebiet Farnkamp so dringend wünschen, war erneut Thema bei der Ortsratssitzung in Elze. Ein neuer, der Größe des wachsenden Ortes angepasster Nahversorger soll entstehen, die Verhandlungen werden seit längerem geführt. Ortsbürgermeister Jürgen Benk eröffnete die Sitzung mit einem Update auf den aktuellen Stand der Dinge. Das Problem liege nach wie vor in den Vorgaben der Landesraumordnung, die für Hallen maximal 800 Quadratmeter vorsieht. Gespräche mit dem dafür zuständigen Dezernenten Axel Priebs der Region Hannover und seinem Team ergaben, dass die dafür notwendige Änderung im regionalen Raumordnungsprogramm frühestens in 2017 herbeigeführt werden könnten.
Möglich wäre es aber, eine zweite 400 Quadratmeter große Halle neben der ersten zu errichten. Dies würde allerdings dem Konzept von Edeka widersprechen, den Getränkemarkt in den Einkaufsmarkt zu integrieren. „Standard sind heute Märkte, wie beispielsweise der in Wennebostel“, so Benk. Märkte in dieser Größenordnung bräuchten zudem eine große Parkfläche, so dass ein Flächenbedarf von 6.000 Quadratmetern insgesamt entsteht. Das wäre in Elze auch umsetzbar. Um Synergien zu nutzen sei geplant, wie in Wennebostel eventuell weitere Märkte auf der Fläche unterzubringen. Vom Dezernat für Umwelt, Planung und Bauen der Region würde das Vorhaben aber grundsätzlich unterstützt. Dadurch, dass der NP-Markt an der Walsroder Straße zum Jahresende definitiv schließen wird, werde die Genehmigung für Edeka von Seiten der Region nicht beschleunigt, so auf Nachfrage Bürgermeister Helge Zychlinski. Die Versorgung der Elzer sei durch den Netto-Markt definitiv sichergestellt. Das Auslaufen des Pachtvertrages für den NP-Markt war seit langem bekannt, wobei zu dem Zeitpunkt niemand damit rechnete, dass sich die Genehmigung für den neuen Markt im nahegelegenen Gewerbegebiet so lange hinziehen würde. Am 2. Januar beginnen nach den bisherigen Plänen des Grundstücksbesitzers, der Donnarumma-Horstmann GmbH die Abrissarbeiten für das Marktgebäude. Hier wird ein ähnliches seniorengerechtes Mehrfamilienhaus wie nebenan entstehen. Die Firma kommt damit der deutlichen Nachfrage nach seniorengerechten Wohnungen nach. Alle Wohnungen im ersten Gebäude, in dem die ersten Wohnungen im September bezugsfertig sein werden, sind verkauft. Bei der Donnarumma-Horstmann GmbH laufen bereits die ersten Anfragen für das zweite Gebäude ein, für das die Bauarbeiten im Frühjahr 2017 beginnen sollen.
Für den geplanten Bebauungsplan Bäckkamp (hinter dem Autohaus Szymik) stocken die Planungen noch immer, da die Gemeinde ein wichtiges Grundstück noch nicht erwerben konnte. Ein Notartermin mit der Erbengemeinscahft ist jedoch in Kürze anberaumt. „Nur, wenn der platzt, würde die Gemeinde hier erst einmal einen Cut machen und die Ursprungsplanung ändern", erklärte auf Nachfrage des ECHO Bürgermeister Helge Zychlinski, der in die Gespräche mit den Mitgliedern der Erbengemeinschaft direkt involviert ist.
Im Baugebiet Uferweg herrscht inzwischen rege Bautätigkeit, berichtete Ortsbürgermeister Jürgen Benk. Die Normenkontrollklage eines Anliegers konnte wie berichtet erfolgreich abgewiesen werden. Die Gemeinde Wedemark hat zwei Grundstücke zum Bau eines Einfamilienhauses und eines Doppelhauses für sich behalten, um diese Objekte nach Fertigstellung zunächst mit Flüchtlingsfamilien belegen zu können, solange sie diese unterbringen muss. Darüber waren die übrigen potenziellen Grundstückseigentümer im Vorfeld informiert worden. Nur ein Interessent zog daraufhin zurück und bewarb sich um ein anderes kommunales Grundstück in der Wedemark, berichtete Benk.