Elzer Geschichte von 1945 bis heute

Otto Hemme (v. l.), Valerie Lohmann, Kerstin Becker, Conny Leseberg, Finn Brüggemann (10), Ludwig Kannemeier (10) und Jürgen Benk freuen sich auf die geschichtsträchtige Veranstaltung. Foto: B. Stache

Zum Nachkriegsessen und Lili Marleen ins Gasthaus Goltermann

Elze (st). Die Elzer Arbeitsgruppe „Baukultur und Geschichte“ hat ein besonderes geschichtliches Event im Rahmen der Dorferneuerung unter das Motto gestellt: „Hurra wir leben noch - Elze im Wandel von 1945 bis heute“. Am Freitag, 22. Februar, um 19 Uhr und am Sonntag, 24. Februar, um 16 Uhr werden zwei Moderatoren im Gasthaus Goltermann durch das vielseitige Programm führen, das durch eine Multimediashow ergänzt wird. „Ideengeber Otto Hemme hat sich zu dieser Veranstaltung an dem erfolgreichen Programm der 660 Jahrfeier des Ortes im Jahr 2008 orientiert“, erklärte Ortsbürgermeister Jürgen Benk am Montagabend anlässlich der ersten Präsentation des geschichtsträchtigen Vorhabens. Um die Geschichte des Ortes anschaulich zu präsentieren, werden unter anderem Laienschauspieler Szenen aufführen, die sich früher so oder so ähnlich zugetragen haben. Dazu werden Zeitzeugenberichte und Dorfgeschichte vorgetragen. Die Themen Kriegsende und Flüchtlingsstrom sind Teil des Events: „Ich konnte zwei ältere Elzer Bauern motivieren, sich auf Plattdeutsch über die aktuelle Situation zu Kriegsende zu unterhalten und somit die Zeit von damals wieder aufleben zu lassen“, kündigte Otto Hemme an. Für die Gäste wird es als besonderes Highlight ein typisches Nachkriegsessen geben, kündigten die Veranstalter an. „Was es aber genau gibt, wird nicht verraten“, erzählte Valerie Lohmann verheißungsvoll. Eine Elzerin singt Nachkriegslieder – auch Lili Marleen – und eine Tanzgruppe präsentiert sich während der Veranstaltung mit einem Lindy Hop aus den 1930er Jahren und einem Discofox. Den Besuchern werden die ersten Gastarbeiter, Hippies und Punker ebenso begegnen wie die ersten DDR Bürger nach der Wende. Für die Fußballfans wird an den Aufstieg der ersten Mannschaft 1986 in die Kreisliga erinnert. In einer Ausstellung wird zusätzlich Geschichte „zum Anfassen“ als Zeitstrahl gezeigt, die vor und nach der Veranstaltung geöffnet sei, hieß es. Es werden Bilder aus Elze und zu wichtigen politischen Ereignissen gezeigt und Exponate aus verschiedenen Zeitepochen präsentiert: Kinderspielzeug, ein Röhrenradio, der erste Moulinex Quirl oder auch Erzeugnisse aus der damaligen DDR. Heimatdichter Arnold Kirchner wird ein extra für diesen dorfgeschichtlichen Rückblick verfasstes Gedicht vortragen. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung demonstrieren, wie kreativ und leistungsstark wir Elzer für unser Dorf sind. Und wir wollen andere mitreißen, es uns gleichzutun. Die Dorferneuerung soll von möglichst vielen Bürgern mitgetragen werden“, so Otto Hemme, der sich gemeinsam mit acht weiteren Mitgliedern in der Arbeitsgruppe „Baukultur und Geschichte“ engagiert. An dem geschichtlichen Event werden nach seiner Einschätzung etwa 20 Elzer Bürgerinnen und Bürger mitwirken.