Entgelterhöhung für Bürgerhaus

Sind für die kinderfreundliche Kommune, aber nicht zu einem Preis von 4.000 Euro im Jahr: (von links) Rudi Ringe, Susanne Brakelmann, Jessica Borgas, Lydia Bock und Achim von Einem von der CDU-Ratsfraktion. Foto: A.Wiese

CDU möchte die Wedemärker Vereine ausnehmen

Bissendorf (awi). Um 35 Prozent soll laut Verwaltungsvorschlag das Nutzungsentgelt für das Bürgerhaus in Bissendorf angehoben werden: Für den Bürgersaal beispielsweise zahlen Wedemärker Firmen dann künftig 270 statt bisher 200 Euro plus einem 30-prozentigen Zuschlag. Brautpaare, die den Saal für eine Trauung beziehungsweise anschließenden Empfang nutzen möchten, werden bisher mit 150 Euro, dann mit 200 Euro zur Kasse gebeten und ortsansässige Vereine, Kirchen, Verbände und Initiativen, die nach wie vor 50 Prozent Ermäßigung bekommen sollen, würden gemäß Verwaltungsvorschlag dann 135 Euro bezahlen. Dies scheine nur ein relativ kleiner Betrag mehr zu sein, falle für die örtlichen Vereine aber schon ins Gewicht, gibt die CDU-Ratsfraktion zu bedenken und möchte daher erreichen, dass bei den Vereinen auf die Erhöhung verzichtet wird. Immerhin sei zu bedenken, dass es in Bissendorf für Turnclub, Verschönerungsverein und imago-Kunstvereine mangels örtlicher Gastwirtschaften keine Ausweichmöglichkeiten im Ort selbst gäbe. In einem Pressegespräch gaben Rudi Ringe, Lydia Bock, Susanne Brakelmann, Achim von Einem und Jessica Borgas gestern ihrer Hoffnung Ausdruck vor einer Entscheidung im Fachausschuss beziehungsweise Rat mit den Mitgliedern der Mehrheitsfraktion aus SPD und Grünen in diesem Punkt noch Einigkeit erzielen zu können. Die CDU begrüßte indessen, dass sich das Angebot, den hochwertigen Bürgersaal und sein Ambiente für Eheschließungen zu nutzen, ganz offensichtlich rechne, da die Zahl der Eheschließungen gestiegen sei. Und noch eine Vorlage der Gemeindeverwaltung stößt bei den Mitgliedern der CDU-Ratfraktion nicht auf Gegenliebe: So soll laut Beschlussvorschlag der Gemeinderat das Vorhaben der Verwaltung unterstützen, das sich die Gemeinde Wedemark an dem Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ beteiligt und um das gleichnamige Siegel bewirbt. Die Gemeinde solle dann im zweiten Schritt einen Aktionsplan zur Umsetzung des Projektes in der Wedemark entwickeln. Gegen die kinderfreundliche Kommune habe die CDU auch überhaupt nichts einzuwenden, so Jessica Borgas, wohl aber gegen den Preis, den die Gemeinde nur für das Siegel, das dann den Briefkopf schmücken würde, zu zahlen habe, nämlich 4.000 Euro im Jahr. „Das erschließt sich uns nicht“, so Borgas und erhält Unterstützung von Lydia Bock: „Dafür sollen 4000 Euro im Jahr ausgegeben werden und das nicht nur einmalig, sondern jährlich, wenn man sich mit dem Siegel schmücken möchte. Im gleichen Atemzug soll aber der Etat der Schulen um 15 Prozent gekürzt und auf die Anschaffung einer interaktiven Tafel pro Jahr verzichtet werden.“ Eigentlich sehe der Mediaplan die Anschaffung von zwei interaktiven Tafeln pro Jahr für die Schule vor. Eine kostet 3.500 Euro. Im Zuge der Sparmaßnahmen soll jetzt laut Verwaltungsvorschlag jedoch nur noch eine Tafel angeschafft werden. „Wenn wir auf das Siegel verzichten, können wir wieder zwei kaufen“, so Lydia Bock und Jessica Borgas. Sie hoffen auch bei diesem Thema, in Gesprächen mit Ratspolitikern anderer Parteien noch einen Konsens finden zu können. Die Gemeindeverwaltung regt hingegen in ihrer Vorlage an: „Eine Unterstützung durch Sponsoren wäre wünschens- und erstrebenswert.“