Erster Schweden-Austausch der IGS Wedemark

Gruppenbild in Schweden.

Nach zwölf Stunden Fahrt in Smålandsstenar eingetroffen

Wedemark. Der erste Austausch der IGS Wedemark mit Schweden ist ein voller Erfolg. Mit 35 Schülerinnen und Schüler fuhren die beiden Lehrkräfte Katrin Konnemann und Annika Greif für 10 Tage ins schwedische Smålandsstenar. Hier wohnten die Jugendlichen in Gastfamilien und lernten so das schwedische Familienleben und den Alltag kennen. Außerdem besuchten sie gemeinsam mit ihren Gastgebern die Schule „Nordinskolan“. Morgens um 6.50 Uhr am 26.Mai startete das große Abenteuer. Alle trafen sich in Mellendorf am Bahnhof, um sich per Zug in den Norden zu begeben. Mehrmals musste die Gruppe umsteigen, aber dies gelang glücklicherweise ohne Probleme. Ein aufregender Moment war es wohl, als der komplette Zug auf die Fähre zwischen Puttgarden und Rødby fuhr. Nach insgesamt zwölf Stunden Fahrt lief der Zug endlich in Smålandsstenar ein. Der kleine Bahnhof war überfüllt von aufgeregten Gastfamilien, die ihre deutschen Gastschüler freundlich empfingen. Der Abend wurde dann in den schwedischen Familien verbracht, einige trafen sich aber auch noch, um den deutschen Gästen den Ort Smålandsstenar zu zeigen. Am nächsten Morgen ging es dann in die Schule. Beeindruckend war wohl vor allem der Umgang mit den sogenannten neuen Medien. Jeder Schüler der Nordinskolan hat ein schuleigenes IPad. Auch wenn die Schule älteren Baujahres ist und zur Zeit ein Neu- und Umbau stattfindet, war die Schule in technischer Hinsicht gut ausgestattet. In jedem Klassenraum befand sich ein PC, ein Beamer oder ein EBoard. Fremd für die deutschen Schüler war zunächst auch, dass die schwedischen Lehrkräfte von ihren Schülern mit Vornamen angeredet wurden – in Schweden wird sich untereinander grundsätzlich geduzt.
Einen Tag nutzten alle Teilnehmer des Austausches um sich die zweitgrößte Stadt Schwedens anzusehen: Göteborg. Hier wurde die Stadt zunächst vom Wasser aus mit den Paddanbooten erkundet, um schließlich noch den Nachmittag auf den Schären zu verbringen. Manche nutzten die Gelegenheit, um ein erfrischendes Bad in der Ostsee zu nehmen.
Ein zweiter Ausflug der deutschen Gruppe ging zur höchsten Erhebung Smålands: dem Isaberg. Hier gibt es einen Hochseilgarten, in dem sich die deutschen Schüler austoben konnten und außerdem einen Elchpark. Die meisten haben hier zum ersten Mal in ihrem Leben einen Elch bewundert.
Anschließend picknickte die Gruppe am See und auch hier wagten sich einige ins Wasser und genossen das Schwimmen in einem schwedischen See.
Während des langen Wochenendes unternahmen die Gastfamilien einiges mit ihren deutschen Gästen. Manche fuhren Richtung Halmstad ans Meer, andere nutzen die Zeit zum Shoppen, wieder andere fuhren noch nördlicher, Richtung norwegische Grenze.
Insgesamt kann wohl festgestellt werden, dass die Schülerinnen und Schüler der IGS Wedemark in diesen zehn Tagen viel erlebt haben. Alle haben etwas dazugelernt und gemerkt, wie gut es doch ist, eine Fremdsprache zu lernen, um sich mit Menschen in anderen Ländern zu verständigen. Für die meisten war es eine erste Gelegenheit, sich nicht nur auf deutsch, sondern auch auf Englisch zu unterhalten. Viele wurden nun darin bestärkt, auch später einmal längere Zeit im Ausland zu verbringen und so neue Kulturen und Länder kennenzulernen.
Die IGS Wedemark und die Nordinskolan aus Smålandsstenar wollen in den nächsten Jahren den Austausch zwischen den Schulen verstärken – auf mehreren Ebenen. So soll der Kontakt zwischen den Lerngruppen selbstverständlich werden, in dem die Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern sich gegenseitig ihre Schulen und ihren Alltag oder auch Besonderheiten aus dem jeweiligen Land präsentieren. Hierzu wird in Zukunft vor allem die Plattform eTwinning des pädagogischen Austauschdienstes (PAD) genutzt. Auch auf Lehrerebene wollen die Lehrkräfte die Zusammenarbeit verstärken. Hier geht es nicht nur darum, den Schülern eine Reise in das andere Land zu ermöglichen, sondern auch um den Austausch der Lehrerfahrungen und Materialien.
Ziel ist es, mit diesem ersten Austausch eine Tradition begonnen zu haben, aus der sich in Zukunft Freundschaften und berufliche Perspektiven entwickeln können.