„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen“

Christiane Freude (li.) nimmt die Glückwünsche der Ersten Stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther entgegen. Foto: Th. Schirmer

Christiane Freudes UNICEF-Engagement mit Verdienstmedaille gewürdigt

Wedemark/Langenhagen (sch). Die UNICEF-Arbeitsgruppe Südheide mit Sitz in Burgwedel hat in den vergangenen Jahren in der Region vieles erreicht und einige auch überregional beachtete Projekte umgesetzt. Ob bei der Wedemärker „Straße der Kinderrechte“, im „Arbeitskreis Kinderrechte Wedemark“ oder dem UNICEF-Sponsorenlauf der IGS Langenhagen, wann immer UNICEF vor Ort aktiv war, stand Arbeitsgruppen-Leiterin Christiane Freude federführend hinter den Bemühungen der Organisation. Für ihren herausragenden persönlichen Einsatz für UNICEF wurde ihr nun am Mittwoch durch die Erste Stellvertretende Regionspräsidentin Angelika Walther im Bürgersaal der Gemeinde Wedemark die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Walther lobte Christiane Freude für ihre guten Ideen, ihre Flexibilität und ihr Organisationstalent – Eigenschaften die sie erfolgreich dafür einsetze, die Zusammenarbeit in der Gruppe zu stärken und neue Menschen für UNICEF zu begeistern. Dass die Feierstunde an diesem Ort stattfand, dokumentierte für Bürgermeister Tjark Bartels in besonderer Weise ihre intensive Verbindung mit der Wedemark. In seiner Laudatio gratulierte er Christiane Freude nicht nur im Namen der Gemeinde. „Ich tue dies auch aus eigener Anschauung“, betonte Bartels. Die „Straße der Kinderrechte“ würdigte er als eine „enorme Leistung, auf die wir in der Wedemark sehr stolz sind“. Klaudia Werth, Mitglied der Geschäftsleitung von UNICEF Deutschland, wies anerkennend darauf hin, dass der Langenhagener UNICEF-Sponsorenlauf mittlerweile bundesweit übernommen worden sei und die Initiative der Geehrten aktuell die Eine-Millionen-Marke an Spendengeldern überschreiten werde. Vor diesem beeindruckenden Erfolg stünde Christiane Freude allerdings immer still zurück. Sie ziehe es vor, ihre Arbeit im Hintergrund zu verrichten. So zeigte sich Freude in ihrer Dankesrede auch „total überrascht“ über die Auszeichnung und stellte diese sogleich in eben jenes Licht, in dem sie ihre Arbeit sieht. „Es bedarf eines Dorfes, um ein Kind großzuziehen“, zitierte sie ein altes afrikanisches Sprichwort. „Einer ganz allein kann nicht allzu viel bewirken. In diesem Sinne nehme ich die Medaille auch gerne stellvertretend für alle an, die hier für Kinderrechte etwas tun konnten“, betonte sie. Weiteren Dank gab Christiane Freude an ihre Familie für die jahrelange aktive Unterstützung weiter. Diese sei ihr „UNICEF-Dorf“. Schließlich fand sie auch mahnende und nachdenkliche Worte. „Kinderrechte kommen auch bei uns zu kurz“, urteilte Freude mit Blick auf die globale Herausforderung, die mit diesem Begriff verbunden ist. Dass gerade dieser Aspekt der Arbeit von UNICEF ihre besondere Mission ist, ließ Christiane Freude in ihrer Rede deutlich anklingen. „Kinderrechte bilden die Klammer, die um alle unsere Aktivitäten liegt“, lautete ihr ganz persönliches Fazit aus rund einem Viertel Jahrhundert aktiver Unterstützung für UNICEF.