Explosion bei Garagenvollbrand

Die Garage wurde von der Feuerwehr mit Schaum geflutet.

Knall ist in ganz Scherenbostel zu hören – Feuerwehr verhindert Übergreifen

Scherenbostel (awi). Ein lauter Knall erschütterte am Montagabend um 20.32 Uhr Scherenbos-tel. Die Anwohner stürzten aus ihren Häusern, um zu sehen, was passiert war und sahen die Bescherung: Eine Garage im hinteren Bereich des Sonnenwegs, postalische Anschrift An der Weide, stand im Vollbrand. Die Wucht der Explosion – vermutlich einer Gasflasche – hatte das Garagentor nach außen gedrückt und alle Fenster des Wohnhauses auf der der Garage zugewandten Seite zerstört. Der Bewohner kam mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr verhinderte durch ihr schnelles Eingreifen ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus, das zum Glück nicht direkt an die Garage angebaut war. Der VW Caddy in der Garage wurde allerdings total zerstört ebenso wie ein Aufsitzrasenmäher. Ein technischer Defekt an diesem Mäher beziehungsweise seiner Batterieaufladevorrichtung könnte nach Einschätzung der Brandermittler das Feuer ausgelöst haben. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 80.000 Euro.
„Als erste Maßnahme wurde durch die Einsatzkräfte eine Riegelstellung aufgebaut, um ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus zu verhindern. Im weiteren Verlauf wurde über mehrere Atemschutztrupps und drei C-Rohe im Außenangriff das Feuer in der Garage bekämpft“, so Benjamin Meyer vom Pressesprecherteam der Feuerwehr Wedemark am Montagabend vor Ort. Da sich in der Garage weitere Gasflaschen befanden, wurden diese mit Wasser gekühlt und die Garage mit Schaum geflutet, um letzte Glutnester abzulöschen. Die Feuerwehr Bissendorf-Scherenbostel hatte sofort beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte die Lage erkannt und sofort die Feuerwehren Wennebostel und Mellendorf nachalarmiert. Mellendorf rückte mit der Drehleiter an, die aber vor allem zur Ausleuchtung des Brandortes eingesetzt wurde. Insgesamt war die Feuerwehr Wedemark mit sieben Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften vor Ort. Neben Gemeindebrandmeister Maik Plischke waren auch Bissendorfs Ortsbrandmeister Jörg Pardey und Wennebostels Ortsbrandmeister Markus Kablitz vor Ort. Die letzten Einsatzkräfte verließen die Einsatzstelle gegen 23.30 Uhr. Viele Anwohner verfolgten die Löscharbeiten und den Einsatz der von verschiedenen Standorten in dem gar nicht so leicht zugänglichen Wohngebiet agierenden Feuerwehrleute mit Interesse. Die Kriminalpolizei nahm noch am Montagabend die Ermittlungen zur Brandursache auf und setzte sie gestern fort.