Fahrradexkursion der Soldatenkameradschaft Mellendorf

Bei herrlichem Sonnenschein erkundete die Soldatenkameradschaft mit Gästeführer Otto Hemme (3.v.l.) den Forst Rundshorn.
Mellendorf. An einem wunderschönen Altweibersommertag erkundete die Soldatenkameradschaft Mellendorf mit dem Elzer Gästeführer Otto Hemme den Forst Rundshorn. Nachdem ein Biotop für Schlingnattern besichtigt war, ging es nordwärts über die Kreisstraße in den Rundshorn, der zu den Niedersächsischen Landesforsten gehört. Weil an diesem schönen Spätsommertag so viele Pilze aus dem Boden schossen, entschloss sich die Gruppe, mit einem Pilzbestimmungsbuch, die am Wegesrand gefundenen Pilze zu bestimmen. In den sehr unterschiedlichen Wäldern, wie Mischwald, Eichenwald oder Douglasien Schonung fanden sich die unterschiedlichsten Pilzarten.
Der Forst Rundshorn ist ein sehr geschichtsträchtiger Wald. Schon in einer Urkunde
Kaiser Ottos des Dritten wird er wegen Grenzstreitigkeiten der Bistümer Hildesheim und Minden im Jahr 1007 als „Runteshornam“ erwähnt. An der „Sodeiche“ (Brunneneiche) war wegen des Brunnens dort ein Rastplatz für die Reisenden auf dem nahen „Bremer Weg“. Dieser Platz war aber auch ein Gerichtsplatz in früheren Zeiten. Schon 1354 war hier der Herzog mit vielen Knappen und Rittern versammelt um über die Frage zu urteilen, wie man Leibeigene beklagen sollte. Im angrenzenden Bauernwald erfuhren die Teilnehmer etwas über „Grundwasserschonende Waldbewirtschaftung“ und sahen Sturmschäden des Sturmes Kyrill aus dem Jahr 2007. Außerdem lernte die Gruppe, warum die Bauern in früheren Zeiten einen Graben um den Forst herum ausheben mussten.
Wieder am Ausgangspunkt angekommen, waren die Teilnehmer überrascht, wie viel
interessante Neuigkeiten ihnen diese Tour mit dem sachkundigen Gästeführer Otto
Hemme doch geboten hatte. Buchen können Interessierte Gästeführungen in Elze zu Fuß oder im Forst Rundshorn per Fahrrad für jeweils etwa 90 Minuten bei Otto Hemme unter Telefon (0 51 30) 95 17 39.