Fahrzeugtausch beschlossene Sache

Mit den vielen Einsätzen der Feuerwehr Berkhof auf der Autobahn 7 und der Möglichkeit für die Berkhofer Feuerwehrleute, schon im Auto Atemschutz anlegen zu a, begründet Bürgermeister Tjark Bartels seine Entscheidung für den Fahrzeugtausch mit Duden-Rodenb

Bürgermeister: Feuerwehren Berkhof und Duden-Rodenbostel tauschen

Berkhof/Duden-Rodenbostel (awi). Die Würfel sind gefallen: Bürgermeister Tjark Bartels hat entschieden, dass die Ortsfeuerwehren Berk-hof und Duden-Rodenbostel ihre Fahrzeuge tauschen. Seine Entscheidung hat der Bürgermeister dem Gemeindebrandmeister Michael Hahn und den betroffenen Ortsbrandmeistern mit Schreiben vom 14. Mai mitgeteilt. Gestern abend trafen sich unter anderem Fraktionsvorsitzende und Mitglieder des Feuerschutzausschusses sowie Verwaltungsmitarbeiter auf Einladung des Bürgermeisters zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Feuerwehrangelegenheiten im Bürgerhaus in Bissendorf. Das Ergebnis der Sitzung stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung standen unter anderem die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren in der Wedemark, die Optimierung der Einsatzmittel, Personalangelegenheiten und Verschiedenes. Doch das Thema, das der Feuerwehr seit Monaten unter den Nägeln brennt – der Fahrzeugtausch – war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden trotz der ablehnenden Stellungnahme des Gemeindebrandmeis-ters, die Michael Hahn dem Bürgermeister auf Anforderung im Namen des Gemeindekommandos überreicht hatte und in der er die fachliche Einschätzung ebenso wie die emotionale Bewertung für die Wehren ausführlich darlegt und auch darauf hinweist, dass die Feuerwehr Duden-Rodenbostel sich ohnehin zurzeit in einer schwierigen personellen Lage befindet. Ortsbrandmeister Uwe Raddatz ist zurzeit kommissarisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt, nachdem er aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten und die Wahl eines Nachfolgers bei der Hauptversammlung gescheitert war. In seinem Schreiben an Raddatz und Berkhofs Ortsbrandmeister Michael Hartmann geht der Bürgermeister darauf jedoch nicht ein. Er schreibt, er habe nach intensiver Begutachtung der Situation die Entscheidung getroffen, die beiden Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren zu tauschen. „Bei der Abwägung habe ich insbesondere die im Termin vom 18. März überreichte Stellungnahme als auch die fachliche Stellungnahme des Gemeindebrandmeisters Hahn vom 27. April berücksichtigt“, so Bartels.
Doch die Risikoeinschätzung aus dem Resümee der Bedarfsplanungzeige, dass die Ortsfeuerwehr Berkhof über ein höheres Gefahrenpotential verfüge. Berkhof werde durch den Tausch in die Lage versetzt, bei Erstangriffen im Falle von Schwerstunfällen auf der Bundesautobahn während der Fahrt bereits Atemschutz anzulegen und aufgrund der Verfügbarkeit eines größeren Wasservolumens den Einsatzerfolg zu maximieren, begründet Bartels unter anderem seine Entscheidung in dem Schreiben. Umbaumaßnahmen an den Fahrzeughallen seien nicht erforderlich. Das hatte die Verwaltung in einer Stellprobe ausprobiert. Aus Reihen der Feuerwehr wird allerdings in diesem Zusammenhang kritisiert, dass Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen das Fahrzeug aus Duden-Rodenbostel mit der Begründung es einem Sachverständigen vorstellen zu wollen geholt, dann aber die Stellprobe in Berkhof vorgenommen habe. Gemeindebrandmeister Michael Hahn hatte in seiner Stellungnahme unter anderem darauf hingewiesen, dass beide Fahrzeuge vom Rat beschlossen worden seien, nachdem die Ortswehren in erheblicher Eigenleistung die Gerätehäuser umgebaut und erweitert hatten. „Der jetzt angedachte nachträgliche Tausch der jeweils „Eigenen Fahrzeuge“ stelle eine Miss- oder sogar Verachtung dieses vom Rat über Parteigrenzen hinweg einstimmig gefassten und ausgeführten Beschlusses dar“, so Hahn in seiner Stellungnahme.