Familie Brötz und ihre Osterlämmer

Die Anfang März geborenen Zwlllingslämmer müssen mit der Flasche zugefüttert werden, weil die Mutter nach einer Euterentzündung nicht genug Milch für beide hat. Margret Brötz fungiert gern als Amme. Fotos: A. Wiese

Nicht nur Elzer dürfen beim Osterspaziergang am Schafstall vorbeischauen

Elze (awi). Die ECHO-Leser haben schon drauf gewartet: auf die Meldung, dass bei Familie Brötz in Elze die Osterlämmer angekommen sind. Die vier jungen Schwarzkopfschafe blöken sogar schon etwas länger, nämlich seit Anfang März, im historischen Schafstall an der Wasserwerkstraße. Aber weil Ostern dieses Jahr so spät liegt, kommt halt auch die Osterlämmergeschichte etwas später. Und ein Lamm steht sogar noch aus. „Das eine Schaf haben wir später decken lassen und sie zeigt auch noch gar nichts. Vielleicht ist sie auch gar nicht tragend“, meint Margret Brötz. Sie und ihr Mann Ure betreiben die Schafzucht als Hobby. So eng sehen sie das nicht, dass jede Trächtigkeit vom Tierarzt mit Ultraschall kontrolliert wird. Hauptsache, es gibt jedes Jahr ein paar Lämmer. „Letztes Jahr hatten wir Pech“, berichtet die Hobbyzüchterin. Durch starke Verwurmung hätten sie trotz regelmäßiger Wurmkuren ein Mutterschaf und ein Jungtier verloren. Dehalb haben sie zwei Jungschafe behalten, die dieses Jahr gedeckt werden. Von den aktuellen Lämmern übrigens alles Schafmädchen, werden sie eins behalten, das größte und kräftigste. Die anderen werden im Herbst zu Lammkoteletts verarbeitet. Das ist bei Züchtern nun einmal so. Zunächst einmal aber genießen die drei schwarzen und das eine helle Mini-Schäfchen Sonne und grünes Gras auf der Wiese in Elze. Und dabei können Spaziergänger sie gerne beobachten – besonders, aber nicht nur an den Ostertagen. „Wir haben extra eine Bank aufgestellt, damit man sich auch mal hinsetzen kann beim Gucken“, schmunzelt Uwe Brötz, während er Lieblingsschaf Olga hinter den Ohren krault. Olga ist mit Abstand die Zutraulichste und ihr haben Uwe und Margret Brötz auch ausnahmsweise das Gnadenbrot zugesagt. Das ist seit 1980 – damals wurde das erste Schaf zum Rasenmähen angeschafft, ein Jahr später kam das erste Lamm – auch noch nicht so oft passiert, aber Olga ist eben ein Ausnahmeschaf.