Familien mit Kindern bevorzugt

Helge Zychlinski (rechts) erläutert im Beisein von Astrid de Keukeleere und Kay Petersen den Baugebietsplan Diersrahe der Gemeinde Wedemark Bau- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Foto: B. Stache

Besondere Vergabekriterien für 13 EFH-Grundstücke im Baugebiet Diersrahe

Mellendorf (st). Nicht das Geld stehe im Vordergrund bei der Vermarktung von 13 Grundstücken im Bissendorfer Baugebiet Diersrahe, sondern soziale Gesichtspunkte. Das machte am Mittwoch Bürgermeister Helge Zychlinski in seiner Funktion als Geschäftsführer der Gemeinde Wedemark Bau- und Entwicklungsgesellschaft mbH (BEG) deutlich. Nachdem die Ausschreibung von Bauflächen für Mehr- und Reihausflächen im vergangenen Jahr begonnen wurde, schreibt die BEG nunmehr weitere Flächen aus, die für Einfamilienhäuser vorgesehen sind. „Damit wird gewährleistet, dass das neue Wohngebiet eine ausgewogene soziale Durchmischung erfährt. Die angestrebte Heterogenität soll ein vielfältiges Leben im Quartier sicherstellen“, heißt es dazu seitens der Gemeinde. Im Beisein von Fachbereichsleiter und ebenfalls BEG-Geschäftsführer Kay Petersen sowie Prokuristin Astrid de Keukeleere wurden der örtlichen Presse die Vergabeverfahren für diese Grundstücke erläutert. Acht Grundstücke mit einer Größe von je zirka 650 Quadratmetern sind Familien mit Kindern vorbehalten, weitere fünf für Familien ohne Kinder (zirka 500 Quadratmeter). Die Gemeinde Wedemark hat bisher 950 Bewerbern einen Fragebogen zugeschickt. Dieser sollte bis Mittwoch, 31. Januar 2018, ausgefüllt zurückgeschickt werden. „Wir nehmen noch bis zum Freitag, 19. Januar, weitere Bewerbungen für die 13 Grundstücke an“, erklärte Astrid de Keukeleere, die in der Gemeinde auch das Amt der Leiterin Team Bauverwaltung innehat. Wer schließlich den Zuschlag erhält, wird über ein ausgeklügeltes Punktesystem ermittelt, für das ein Kriterienkatalog erstellt wurde. So erhält derjenige Bewerber, der seinen Hauptwohnsitz in der Wedemark hat, maximal drei Punkte – gestaffelt nach Wohnsitzdauer von mindestens fünf oder zehn Jahren. Ein weiteres Kriterium ist der Arbeitsplatz des Bewerbers und Ehepartners in der Wedemark, für den es maximal bis zu vier Punkte gibt. „Wenn wir die Menschen da wohnen lassen, wo sie auch arbeiten, dann ist das auch ein Beitrag zur Reduzierung des Straßenverkehrs“, erläuterte der Bürgermeister. Drei bis maximal vier Punkte werden für Bewerber mit einer Schwerbehinderung von mindestens 50 Prozent vergeben. Diese Regelung gilt für jedes betroffene Haushaltsmitglied, heißt es in dem Kriterienkatalog. Für Ersterwerb von Wohneigentum gibt es zwei Punkte. Bewerber für die acht Grundstücke, die Familien mit Kindern vorbehalten sind, erhalten pro Kind unter 18 Jahren zwei Punkte. „Wir verfolgen mit diesem Verfahren eine soziale Ausrichtung“, machte Helge Zychlinski deutlich. Weitere Infos zum Neubaugebiet Diersrahe können über die Internetseite „www.wedemark.de“ aufgerufen werden.