FDP begrüßt Vorankommen bei Moorgeest

Erik van der Vorm, Andrea Giese und Stefan Birkner (v. l.) begrüßten die vorangekommenen Planungen rund um die Moorgeest und vor allem auch den Einsatz des Projektausschusses. Foto: L. Irrgang

Staatssekretär des Umweltministeriums lobt Arbeit des Projektauschusses

Wedemark (ig). Die erste Phase der Moorgeest endet am 30. Juni, dann ist die so genannte Planungsphase abgeschlossen und die siebenjährige Umsetzungsphase kann folgen, vorausgesetzt, alle Beteiligten stimmen zu. Dass dies der Umweltausschuss der Region tun werde, machte die Regionsabgeordnete Andrea Giese (FDP) in einem Pressegespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktion, Erik van der Vorm und dem Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministeriums, Stefan Birkner deutlich. „In den Fraktionen herrscht überwiegend eine sehr zustimmende Meinung.“ Ein Beschluss soll nach Gieses Angaben im Umweltausschuss am 1. Juni folgen. „Wir freuen uns, dass nun alles rund gegangen ist“, so Erik van der Vorm, denn durch den Einsatz des Projektausschusses seien zahlreiche Bedenken beachtet worden, „denn Landschaftsschutz geht nur zusammen und nicht gegeneinander.“ Dies habe der gebildete Ausschuss, in dem zahlreiche Interessenvertreter sind, überhaupt erst ermöglicht, betonte van der Vorm. Ein Ergebnis sei beispielsweise, dass die Moorgeest im Kerngebiet des Moores angelegt werden könnte. Auch sei eine Beweissicherung für die Eigentümer stets eine Forderung der FDP gewesen, „und diese wird nun auch betrieben.“ Bei regionsfremden Flächen fände diese Beweissicherung jedoch nur statt, wenn die Eigentümer ausdrücklich zustimmen würden, betonte van der Vorm. Man freue sich nun sehr, dass etwas passiert, um die Moore weiter zu erhalten, so van der Vorm weiter, „und dies durch den Einsatz des Projektausschusses nicht gegen die Leute, sondern gemeinsam mit den Leuten.“ Auch Stefan Birkner, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium bezeichnete den Projektauschuss als „Schlüssel zum Erfolg“. Die Moorgeest habe eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich, erste Überlegungen habe es bereits 1997 gegeben, „und nun können wir die erste Phase abschließen.“ Dank des Projektausschusses konnten die gemeinsamen Interessen aller Beteiligten zusammengeschlossen werden „und genau dies war der Weg zum Erfolg.“ Umweltminister Hans-Heinrich Sander habe selbst bei einem Termin in Resse Ende 2007 die damals verfahrene Situation erkannt. „Da wurde klar, dass es so nicht weitergehen kann, und dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen müssen“, so Birkner. Die Folge war der Projektausschuss, „und schnell wurde hier klar, dass die Differenzen gar nicht so groß waren, allen ging es beispielsweise um die Kernbereiche der Moore.“ Wir werden uns weiter dafür einsetzen, die zweite Phase einzuläuten, so Birkner, „denn die Moore haben eine deutschlandweite herausragende Bedeutung.“