FDP für die Fortsetzung

Die Hannoversche Moorgeest sol renaturiert werden. Foto: Archiv

Naturschutzprojekt Hannoversche Moorgeest soll anlaufen

Wedemark. Die FDP-Fraktion hat in den vergangenen Jahren erhebliche Kritik am Naturschutzgroßprojekt „Hannoversche Moorgeest“ geäußert, da die Regionsverwaltung es verabsäumt hatte, die vor Ort betroffenen Menschen rechtzeitig und umfassend über Chancen und Risiken des Projektes zu informieren und somit den Eindruck erweckte, die Sorgen und Ängste der Bürger nicht ernst zu nehmen. Die FDP-Fraktion hatte daraufhin Zweifel an der Fortführung des Projektes angemeldet und für die noch bis zum 30.06.2010 laufende Planungs- und Erkundungsphase gefordert, die Bedenken und Vorstellungen der im Projektgebiet lebenden Menschen und des dort angesiedelten Gewerbes sowie die Interessen des Landvolkkreisverbandes und der betroffenen Wasser- und Bodenverbände sowie der Realverbände zu berücksichtigen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Verwaltung daraufhin versucht, das Versäumte nachzuholen. Die folgenden Beratungen mit den Betroffenen haben dazu geführt, dass das Projektgebiet erheblich verkleinert wurde: Allein im Kernbereich wurden insgesamt rund sieben Hektar aus dem Projektgebiet herausgenommen. In dem zur Abarbeitung der offenen Fragen installierten Projektausschuss, in dem die genannten Interessenverbände Vertreter stellten und dem auch der Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium Dr. Stefan Birkner (FDP) angehörte, wurde kürzlich die Fortsetzung des Projektes empfohlen, das durch den Schutz von vier Hochmooren – das Otternhagener, das Helstorfer, das Bissendorfer und das Schwarze Moor im Bereich der Gemeinde Wedemark sowie der Städte Garbsen, Langenhagen und Neustadt - einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz darstellen wird. „Wir begrüßen, dass nach unserer Intervention die kritischen Fragen systematisch abgearbeitet wurden und setzen uns für die Fortführung des Projektes ein, nachdem nun auch weitgehende Zusagen zu möglichen Entschädigungsleistungen an die betroffenen Grundstückseigentümer seitens der Region gemacht wurden“, erklärt die umweltpolitische Sprecherin Andrea Giese aus der Wedemark. Die Region Hannover stellt insgesamt 700.000 Euro zur Verfügung. Die größeren Zuschüsse kommen allerdings vom Niedersächsischen Umweltministerium in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro (20%) und vom Bund in Höhe von 4,9 Millionen Euro (70%).