Ferienpassaktion wird gut angenommen

Julia Flemming (von links), Lea (10), Finja (8), Anastasia (10) und Philine (10) mit dem Esel Groucho. Foto: B. Stache

Freundschaft mit Tieren macht allen Kindern ganz viel Freude

Negenborn (st). Viel Freude hatten die 10 Kinder an der Ferienpassaktion des Instituts für soziales Lernen mit Tieren am Montag auf dem Negenborner Gelände beim großen Zirkuszelt Am Turnbusch, das unter dem Motto „Freundschaft mit Tieren“ stand. Ergotherapeutin Julia Flemming, Meike Winterfeldt (Freie Mitarbeiterin) und Praktikantin Svenja Springmann, Studentin der Heilpädagogik aus Hannover, begrüßten die jungen Teilnehmer, die sich anschließend gegenseitig vorstellten und von ihren bereits gemachten Erfahrungen mit Tieren erzählten. Es folgte die Einteilung in Gruppen für drei Stationen: Geflügel, Meerschweinchen und Kaninchen war die erste, eine weitere beschäftigte sich mit dem Spielekoffer „TiSKo“ und auf Station drei hieß es Esel, Pony, Ziege, Schaf und Schwein kennenlernen und füttern. „Es geht uns dabei auch um die höfliche Annäherung und den entsprechenden Umgang mit der jeweiligen Tierart“, machte Julia Flemming zu Beginn der Ferienpassaktion deutlich. Einer Picknickpause mit Essen und Trinken folgte ein kleiner Spaziergang mit Esel, Pony und Schafen. Zur Erinnerung an diesen Tag mit Tieren durften sich die Kinder ein Kistchen mit Andenken zusammenstellen und mitnehmen: da hieß es Federn, Fell und Haare der unterschiedlichen Tiere auf dem Gelände zu suchen. Zur Abschlussrunde im farbenfrohen Zirkuszelt Am Turnbusch erzählten die jungen Teilnehmer der Ferienpassaktion „Freundschaft mit Tieren“ über ihre Erfahrungen des Tages.

Das Institut für soziales Lernen mit Tieren arbeitet seit 1994 mit seinen Tieren in verschiedenen (Sonder-) pädagogischen Einrichtungen. Den größten Bereich nimmt die Arbeit mit Menschen mit autistischen Zügen ein sowie mit Schülerinnen und Schülern von Lernhilfeschulen. Außerdem ist das Institut in (Kinder-) Krankenhäusern, Wohnheimen für geistig- und seelenpflegebedürftige Menschen und in integrativen Schulen tätig. Neben der Arbeit in pädagogischen Institutionen richtet es in Altenheimen Streichelwiesen ein und betreuen diese. Das Besondere ist, dass die Institutionen mit den Tieren besucht werden und nach Möglichkeit auf dem eigenen Gelände der Einrichtung gearbeitet wird, beziehungsweise auf einem nahegelegenen Reitplatz oder einer Reithalle. Der Schwerpunkt der pädagogischen Beschäftigung liegt in der Beziehungsanbahnung zwischen Mensch und Tier. Dabei legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für soziales Lernen mit Tieren großen Wert auf eine sinnesorientierte, beziehungsweise wahrnehmungsfördernde Arbeitsweise. Es werden ganz bewusst zwölf verschiedene Tierarten eingesetzt, da jede Tierart und jeder Tiercharakter andere Zugangsmöglichkeiten bietet, heißt es seitens des Instituts.