Feuer im Gewerbebetrieb Auf der Haube

Unter Atemschutz löschten die Einsatzkräfte den Brand im Container. Entstanden war das Feuer bei Flexarbeiten auf der Grasfläche vor dem Container und hatte dann auf die Türverkleidung übergegriffen. Foto: A. Wiese

Einsatz auf dem Grundstück von Industriesiebtechnik weckt böse Erinnerungen

Bissendorf (awi). Eine ganze Weile wussten die Feuerwehrleute aus Bissendorf, Mellendorf und Wennebostel am Montagnachmittag nicht, womit sie es bei dem Feuer auf dem Gelände der Firma Industriesiebtechnik im Gewerbegebiet Auf der Haube in Bissendorf eigentlich zu tun hatten. Sehen konnten sie nur eine verkohlte Grasfläche und starke Rauch- und Hitzeentwicklung aus einem Container, in dem irgend-eine Maschine brannte.
Ansprechpartner der Firma standen der Einsatzleitung zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung, die Arbeiter hatten sich vor dem Firmengelände an der Straße Auf der Haube versammelt. Versuche der Feuerwehrleute, hier Informationen zur Entstehung des Feuers, vor allem aber zum Inhalt des brennenden Containers zu bekommen, scheiterten, da die Arbeiter die deutsche Sprache ganz offensichtlich weder sprachen noch verstanden. Für die Freiwilligen Feuerwehrleute hatte aber gerade dieser Einsatzort höchste Brisanz: Waren doch genau hier am 30. Oktober 2008 bei einem Brand und einer Aluminiumstaub-Explosion vier Kameraden verletzt worden, einer davon erlitt schwere Brandverletzungen – seine Kameraden Schocks und Knalltraumata. Die Stützpunktfeuerwehr Bissendorf war damals für mehrere Tage außer Dienst. Eine Konsequenz war die Anschaffung hoch wirksamer Schutzkleidung für alle Wehren in der Wedemark. All das ist in den Köpfen und vor den Augen der Kameraden lebendig, als sie am Montagnachmittag gegen 15.10 Uhr mit äußerster Vorsicht die brennende Verkleidung und die überhitzte Maschine im Container ablöschen. Als später deutsch sprechende Arbeiter ermittelt werden, stellt sich heraus, dass das Feuer bei Flexarbeiten an einer Maschine auf der Fläche vor dem Container entstanden ist und die Flammen auf die Türverkleidung des Containers und schließlich seinen Inhalt übergegriffen haben. Das Feuer auf der Grasfläche davor hatten die Arbeiter bereits vor Eintreffen der Feuerwehr mit Pulverlöschern erstickt und so eine größere Ausbreitung des Brandes verhindert. Die drei Wehren waren mit acht Fahrzeugen und 38 Einsatzkräften vor Ort, es wurden mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt und die Brandbekämpfung wurde mit einem B-Rohr und zwei C-Rohren vorgenommen.