Feuerwehr Berkhof auf A7 im Einsatz

Abschnittsleiter Heinz-Jürgen Krüger, Gemeindebrandmeister Michael Hahn und Ortsbrandmeister Micha-el Hartmann mit den Beförderten Lars Döring und Marcus Blanke und den Geehrten Andreas Naumann und Werner Behrens. Foto: A. Wiese

Ausdrückliches Lob des Abschnittsleiters für die Feuerwehr mit Grundausstattung

Berkhof (awi). „Es ist ganz erstaunlich, was Sie als Feuerwehr mit Grundausstattung leisten“, zollte Abschnittsleiter Heinz-Jürgen Krüger der Feuerwehr Berkhof Respekt, nachdem er den Bericht von Ortsbrandmeister Michael Hartmann gehört hatte. 35-mal wurde die Berkhofer Wehr 2009 alarmiert, 33-mal musste sie tatsächlich ausrücken, in 24 Fällen auf die benachbarte Autobahn 7, mal nur zu brenneden PKWs, häufig aber auch zu schweren Unfällen mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, Schwerverletzten und auch Toten. Insgesamt notierte Hartmann 15 Technische Hilfeleistungen, neun PKW-Brände, sechs Brandgeschehen, wovon der Brand eines ehemaligen Hauses im Januar letzten Jahres herausstach und vier sonstige Einsätze. Darunter vielen in Fällen „Tierrettungen“ und eine Personensuche. Den Vollbrand in Berkhof, bei dem die örtliche Wehr von diversen Wehren der Wedemark und den Drehleitern aus Mellendorf und Langenhagen unterstützt wurde, nahm Hartmann zum Anlass, die Äußerung eines Berkhofer Bürgers bei der Dienstversammlung im vergangenen Jahr aufzugreifen: Warum man nämlich ein Haus nicht einfach kontrolliert abbrennen lasse und dadurch der Kommune beziehungsweise dem Steuerzahler viel Geld spare. Hartmann schilderte eindringlich die Situation und stellte die provokative Frage: „Wer soll das entscheiden?“ Die Berkhofer Feuerwehr besteht nach einer „Bereinigungsaktion von Karteileichen, die ihrer Dienstpflicht trotz Aufforderung nicht nachgekommen waren“, aus 25 Aktkiven, 96 passiven und fördernden Mitgliedern und einer äußerst starken Jugendwehr. Der Nachwuchsabteilung gehören 25 Jugendliche und sechs Kinder unter zehn Jahren an. Die Berkhofer Wehr ist damit nach Elze die zweitstärkste Jugendwehr in der Wedemark. Wie Jugendwart Thorsten Dösselmann ausführte, gehörten neben den technischen Diensten sehr viele verschiedene Aktivitäten zu den Beschäftigungen der Jugendfeuerwehrmitglieder, die auch fleißig zu Zeltlagern und Wettkämpfen fuhren. Die Aktiven der Berkhofer Wehr leis-teten 471,5 Ausbildungsstunden, 55 Sonderdienste und 369 Stunden bei Veranstaltungen. Bei Brandgeschehen waren die Feuerwehrleute 195 Stunden, bei Technischen Hilfeleistungen 270 Stunden im Einsatz, das macht unter dem Strich 1361,25 Stunden für die Allgemeinheit. Die Atemschutzgeräteträger werden gemeinsam mit denen aus Elze, Meitze, Bennemühlen und Oegenbostel in der Gruppe Wedemark Nord trainiert. Diese gemeinsamen Übungsdienste hätten sich sehr bewährt, betonte auch Jens Kahlmeyer, der frühere Ortsbrandmeister der Berkhofer Wehr, der als stellvertretender Gemeindebrandmeister für diese gemeinsamen Übungsdienste verantwortlich zeichnet. Am 16. Februar findet für die Berkhofer Feuerwehrleute eine Sicherheitsbelehrung im Gerätehaus statt, am 12. Juni werden sie an den Gemeindewettkämpfen in Elze teilnehmen. Mit einem Fahrzeugzuwachs kann die Berkhofer Wehr in diesem Jahr rechnen: Sie soll den alten Mannschaftstransportwagen aus Meitze erhalten und will diesen vor allem auch für die Jugendwehr nutzen.
Befördert wurden Lars Döring zum Oberfeuerwehrmann und Marcus Blanke zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Geehrt wurden Andreas Naumann für 25-jährige Mitgliedschaft und Werner Behrens sogar für 60-jährige Mitgliedschaft.