Feuerwehr Berkhof wählt und ehrt

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer (l.), Ortsbrandmeister Michael Hartmann (v. l.) und sein Stellvertreter Jörn Kahlmeyer gratulierten Rainer Tornow zur 40-jährigen Mitgliedschaft. Foto: A. Wiese

Lars Döring und Martin Tornow übernehmen die Führung der Jugendfeuerwehr

Berkhof (awi). Mit 13 Alarmierungen musste die Feuerwehr Berkhof in 2010 wesentlich weniger ausrücken als im Vorjahr mit 35 Einsätzen. „Das tat uns auch mal ganz gut“, resümierte Ortsbrandmeister Michael Hartmann. Immerhin hat seine Ortswehr mit 25 Aktiven immer noch 1.032,5 Stunden inklusive Ausbildung und dem, was Hartmann scherzhaft unter „Belustigung“ zusammenfasste, geleistet.
Die Statistik weist für die letzten elf Jahre durchschnittlich 22 Einsätze für die Berkhofer im Jahr aus. In 2011 brauchten die Brandschützer noch kein einziges Mal auszurücken. Im vergangenen Jahr waren sie zu fünf technischen Hilfeleistungen, bei fünf KFZ-Bränden, einem sonstigen Brand, einem sonstigen Einsatz und einem Fehl-alarm ausgerückt, meistens in Richtung Autobahn. Mal war ein Kleinbus verunglückt, mal brannte ein PKW oder ein Wohnwagen, mussten auslaufende Betriebsstoffe aus einem Lastwagen abgestreut und einmal sogar eine Familie mit dem MTW nach Berkhof gebracht und betreut werden bis sie von der Verwandtschaft abgeholt wurde. Aber auch ein abgeknickter Telefonmast und ein gemeldeter Böschungsbrand, der sich als undichter Beregnungsbrunnen entpuppte, rief die Feuerwehr auf den Plan. Darüber hinaus war die Feuerwehr beim Weihnachtsbaumverbrennen und beim Osterfeuer für die Dorfgemeinschaft aktiv, besuchte den Vortrag von Notfallseelsorger Frank Waterstraat und marschierte beim 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Schwarmstedt mit, absolvierte Gefahrgutübungen und gemeinsame Gruppendienste mit Elze, stand beim Volkstrauertag parat und organisierte den Weihnachtsmarkt, diesmal wieder auf der Feuerwehrwiese, mit guter Resonanz aus der Bevölkerung.
Die Feuerwehr Berkhof verfügt über sieben ausgebildete und einsatzbereite Atemschutzgeräteträger. Die Jugendfeuerwehr ist in Berkhof mit 22 Mitgliedern fast so stark wie die aktive Wehr. Jugendfeuerwehrwart Thorsten Dösselmann berichtete von zwölf Jungen und zehn Mädchen sowie drei U 10-Mitgliedern, die bei 56 Dienssten und in einem Zeltlager bei Grömitz insgesamt 479 Stunden ableisteten. Aus zeitlichen Gründen gab Dösselmann sein Amt jetzt ab. Zum Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Lars Döring gewählt. Er wird zukünftig von Martin Tornow vertreten. Wiedergewählt wurde Sicherheitsbeauftrager Björn Helmich, der zusätzlich jetzt auch das Amt des Atemschutzgerätewartes von Holger Borkenhagen übernimmt. Die Versammlung bestätigte außerdem Martin Tornow als stellvertretenden Schriftführer und Cristof Orlowski als stellvertretenden Gerätewart. Geehrt wurde der 1. Hauptfeuerwehrmann Rainer Tornow aus Plumhof für 40-jährige Mitgliedschaft mit dem goldenen Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes.
Bürgermeister Tjark Bartels nutzte sein Grußwort, um die aktuellen Aktivitäten der Wedemärker Gemeindeverwaltung vorzustellen. So sei man vor allem mit der Vollendung der großen Baustelle Schule und Rathaus beschäftigt. Immerhin ständen in diesem Zusammenhang riesige Umzüge bevor. Für die Verwaltungsmitarbeiter bedeute dies jedoch eine positive Anspannung, betonte Bartels, die auf die ganze Gemeinde ein Stück weit ausstrahle. Man liege im Plan, der Rathausbezug sei für Mai geplant, der der Schule in den Sommerferien. Der Bürgermeister berichtete, die Gemeindehabe tatsächlich einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt, was in der kommunalen Welt zurzeit sehr selten sei. Trotzdem sei es nicht einfach, die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu halten, was jedoch vor allem an der zunehmenden Aufgabenvielfalt der Kommune liege. Die Krise sei noch lange nicht überwunden, stellte der Bürgermeister weiter fest. Er rechne erst 2014 wieder mit so guten Zahlen wie 2007. Die Wedemark sei jedoch auf einem guten Weg, trotz dem demografischen Wandel, sei attraktiv für Familien und relativ günstig in den Lebenshaltungskosten. Zudem verfüge sie jetzt über ein sehr gutes Schulangebot und bald auch über eine optimale DSL-Versorgung. Bartels führte vor der Feuerwehr auf, wie das Engagement der Bürger – auch in Berkhof und den umliegenden Dörfern – zu dem guten Ergebnis an Rückmeldungen und dem Vertragsabschluss mit htp geführt habe, so dass auch Berkhof noch in diesem Jahr mit schnellem DSL rechnen könne. In wenigen Sätzen ging der Bürgermeister dann noch auf den geplanten, aber jetzt doch nicht vollzogenen Fahrzeugtausch mit Duden-Rodenbostel ein. Er habe diese Lösung vorgeschlagen, um die Rodenbosteler Wehr zu motivieren, deren Weiterleben er selbst mit extrem persönlichem Einsatz begeitet habe, betonte Bartels vor der Berkhofer Wehr.