Feuerwehr ehrt Gemeindejugendwart

Geehrt wurde bei der Gemeindekommandositzung der Feuerwehr Christoph Meyer (Sechster von rechts) mit dem silbernen Ehrenzeichen des Feuerwehr-Landesverbandes. Befördert wurden Jens Tauber (Vierter von links), Heiko Henn, Boris Wedegärtner, Cord Hemme, Rico Lautenschläger und Christoph Boss.
 
Überraschung gelungen: Gemeindebrandmeister Maik Plischke heftete ECHO-Redakteurin Anke Wiese die Feuerwehrmedaille an. Foto: W. Kasten

Christoph Meyer erhält für sein Engagement das silberne Ehrenzeichen

Wedemark (awi). Gemeindejugendwart Christoph Meyer von der Feuerwehr Mellendorf hat am Freitag bei der Gemeindekommandositzung vom Innenministerium das Feuerwehrehrenzeichen am Bande in Silber für sein hervorragendes und langjähriges Engagement erhalten. Meyer gehöre in der Wedemark zu den verdienten Funktionsträgern der Gemeinde, die ein besonderes Engagement über inzwischen 23 Jahre auf Gemeindeebene gezeigt hätten, so Gemeindebrandmeister Maik Plischke in seiner Laudatio.
Christoph Meyer ist 1983 in die Jugendfeuerwehr eingetreten und am 1.Dezember 1990 in die Einsatzabteilung gewechselt. Am 1. Dezember 1993 wurde er zum stellvertretenden Fachbereichsleiter Wettbewerbe auf Gemeindeebene gewählt, 1997 zum Fachbereichsleiter. Seit Juni 2010 ist er Gemeindejugendfeuerwehrwart der Wedemark und auch zweiter Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehren. 2013 hat er bereits das Ehrenzeichnen in Bronze der Jugendfeuerwehr Niedersachsen erhalten. „Christoph Meyer ist seit 2001 in der praktischen Truppmann-Ausbildung tätig. Er ist als praktischer Ausbilder eingesetzt, der sich durch eine zuverlässige Arbeit auszeichnet. Im Rahmen seiner Arbeit hält er sich laufend auf dem aktuellen Ausbildungsstand und bringt sich dabei regelmäßig und über das zu erwartenden Maß auch mit Verbesserungsanregungen und neuen Ideen ein“, begründete Plischke seinen Antrag für die besondere Ehrung Meyers. Befördert wurden bei der Zusammenkunft des Gemeindefeuerwehrkommandos am Freitag Jens Tauber und Christoph Boss zu Oberbrandmeistern, Cord Hemme und Rico Lautenschläger zu Hauptlöschmeistern sowie Heiko Henn und Boris Wedegärtner zu Löschmeistern. Neu als Funktionsträger ernannt wurden Hendrik Schliep als Zeugwart und Holger Schmidt als Gefahrgutbeauftragter, Stellvertreter ist Dirk Brockmann. Schmidt tritt damit nach 21 Jahren die Nachfolge von Horst-Günther Hahn an, der für sein langjähriges Engagement für den Gefahrgutzug ein Präsent überreicht bekam. Nachdem Gemeindebrandmeister Maik Plischke seinen Jahresbericht bereits vor dem Rat abgeliefert hatte, hielt sein Beitrag somit keine großen Überraschungen mehr bereit: In der Feuerwehr Wedemark sind 553 aktive Kameradinnen und Kameraden sowie 172 Jugendfeuerwehrmitglieder engagiert. Der Kinderfeuerwehr gehören 59 Mitglieder an, den musikspielenden Zügen 60 Kameraden. Der statistische Altersdurchschnitt falle gar nicht so negativ wie erwartet aus, freute sich Plischke: Bei den Männern sind 132 Kameraden zwischen 28 und 40 Jahre alt, 118 zwischen 41 und 50 und 129 über 50 Jahre. Bei den Frauen ist die größte Altersgruppe die der 21- bis 27-jährigen mit 25 Kameradinnen, 22 der insgesamt 74 Feuerwehrfrauen sind 28 bis 40 Jahre alt.
Die Feuerwehr Wedemark verzeichnete 2016 369 Alarmierungen für 77 Brandeinsätze und 166 Hilfeleistungen. Das entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, die insbesondere aus den gestiegenen Hilfeleistungseinsätzen resultieren. Mai, Juni und November waren die Haupteinsatzmonate im vergangenen Jahr, das war unter anderem der Unwetterlage geschuldet. Die Wehren Mellendorf und Bissendorf waren mit 19 und 15 Prozent dabei besonders gefordert. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer – zuständig unter anderem für die Beschaffung – berichtete von 213 Vorgängen in diesem Bereich und internen Optimierungen bezüglich Prüfung und Rückmeldungen. Der zweite stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss ist unter anderem zuständig für die Verteilung der Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastophenschutz in Celle und berichtete, dass sich die unbefriedigende Situation der letzten Jahre jetzt zunehmend verbessere und die Region durch die Einstellung weiterer Ausbilder versprochen habe, dass der positive Trend anhalten werde. Wedemärker Feuerwehrleute haben unter anderem an technischen Ausbildungen und solchen für Führungskräfte teilgenommen und zehn Fahrsicherheitstrainings absolviert. Gemeindejugendwart Christoph Meyer zählte insgesamt mehr als 12.000 Stunden in der Jugendarbeit für Jugend- und Kinderfeuerwehr, worin aber längst nicht alle geleisteten Stunden berücksichtigt sind. Meyer erwähnte in seinem Rückblick Jugendflammenabnahmen und Gemeindewettbewerb, Leistungsspange und Boßeln, Gemeindefeuerwehrtag und Regionsentdeckertag – überall war die Jugendfeuerwehr Wedemark involviert. Geehrt habe die Jugendfeuerwehr Achim Knorr und Hendrik Schliep mit dem Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeurwehr in Bronze. In ihren Grußworten stellten sowohl Pastorin Silke Noormann als auch der Mellendorfer Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz, Feuerschutzausschussvorsitzender Wolfgang Kasten für die Politik und Bürgermeister Helge Zychlins-
ki im Namen der Verwaltung den Dank für den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrkameraden und -kameradinnen in der Wedemark ganz oben an und nahmen dabei auch die Familien nicht aus, die auf ihre Angehörigen verzichten müssten, wenn diese Ausbildungen, Übungsdienste oder Einsätze absolvierten. Aber auch für die dörfliche Gemeinschaft sei die Feuerwehr unverzichtbar.

Anke Wiese ausgezeichnet
Feuerwehrmedaille für ECHO-Redakteurin
Wedemark (sch). Bei einer besonderen Auszeichnung am Rande der Gemeindekommandositzung oblag es ausnahmsweise einmal nicht ECHO-Redakteurin Anke Wiese, die Ehrung zu dokumentieren,
sie selbst stand im Fokus des Geschehens. Gemeindebrandmeister
Maik Plischke überreichte ihr die Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenmedaille, die höchste mögliche Auszeichnung des Landesverbandes für Privatpersonen, die Anke Wiese auf Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark vom Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen verliehen wurde. Der Gemeindebrandmeister begründete diese hohe Auszeichnung mit „dem über das zu erwartende Maß hinaus reichenden Einsatz“ von Anke Wiese für die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr, die in ihrer Berichterstattung in besonderer Art und Weise die Arbeit der Feuerwehr begleite.
„Durch positive Berichterstattung haben wir viel Aufmerksamkeit in der Bevölkerung bekommen und verzeichnen in den letzten Jahren auch zunehmend Quereinsteiger“, lautete das Fazit des Antrags, der unter anderem den Einsatz der ECHO-Redakteurin für die 2015 angestoßene Imagekampagne „Danke Florian“ hervorhebt: „Durch eine von Frau Wiese aufgearbeitete Motivserie von Plakaten und den dazugehörigen, von ihr erarbeiteten, redaktionellen Beiträgen in der lokalen Presse wurden in den letzten Jahren wahre Geschichten erzählt, bei denen jeweils der Betroffene eines Unglücks und eine Einsatzkraft der Feuerwehr vorgestellt werden.“