Feuerwehr Hellendorf engagiert in Dorfgemeinschaft

Gemeindebrandmeister Michael Hahn (ganz rechts) ehrte gemeinsam mit Hellendorfs stellvertretendem Ortsbrandmeister Arndt Hanebuth-Gödecke und Ortsbrandmeister Martin Schönhoff Gerhard Pflüger und Klaus Kreutzer (v.l.) für 60jährige Mitgliedschaft. (Foto: L. Irrgang)
 
Ortsbrandmeister Martin Schönhoff (rechts) beförderte Oliver Richter und Björn Berlich ( v.l.) zu Feuerwehrmännern. Foto: L. Irrgang

Klaus Kreutzer und Gerhard Pflüger seit 60 Jahren Mitglieder

Hellendorf (ig). Die Freiwillige Feuerwehr Hellendorf ist traditionell eine der ersten Wehren, die zu Beginn eines neuen Jahres ihre Jahreshauptversammlung abhält. Und auch in diesem Jahr konnte Ortsbrandmeister Martin Schönhoff auf einen sehr gut gefüllten großen Saal des Gasthauses Karsten Meier blicken, denn auch eine sehr gute Beteiligung bei der Jahreshauptversammlung ist Tradition in Hellendorf. „Ich freue mich, dass wieder so viele gekommen sind und Anteil nehmen, es ist schön, dass man auf Rückhalt und Interesse im Ort stößt“, so Schönhoff, der zudem die erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf und Gemeindebrandmeister Michael Hahn begrüßen konnte. In seinem Jahresbericht blickte Schönhoff zurück auf zwei Einsätze und einen Fehlalarm. Neben einem Sturmschaden wurden die Aktiven der Hellendorfer Wehr zu einem Einsatz an der Bahnlinie gerufen. „Zum Glück war das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr sehr übersichtlich.“ Dennoch habe man insgesamt 1944 Dienststunden geleistet, ein ganz besonderer Dienst sei ein gemeinsamer Dienst mit den Alterkameraden und der Jugendwehr gewesen, „das war ein sehr schönes Zusammenkommen der Generationen.“ Ein weiterer Höhepunkt sei die Fahnenweihe für die Jugendwehr gewesen, welche auf dem Schützenfest begangen worden war. Zwar sei das Einsatzgeschehen sehr begrenzt, dennoch appellierte Schönhoff an alle Aktiven, sich für den Ernstfall fit zu halten, „und zwar für genau den Fall, von dem wir nicht hoffen, dass er eines Tages eintritt, dennoch werden wir gewappnet sein.“ Zurzeit verfüge die Wehr über 29 Aktive, 20 Alterkameraden und 25 Jugendliche, zudem würden 147 Mitglieder die Feuerwehr fördernd unterstützen. Gerade auch die Jugendwehr konnte acht Neueintritte verzeichnen, berichtete der scheidende Jugendwart Thomas Ritter, „unter den 25 Mitgliedern der Jugendwehr befinden sich zudem sieben Mädchen.“ Gemeinsam habe man 58 Stunden feuerwehrtechnischen Dienst geleistet und 75 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Die hohe Anzahl von Jugendfeuerwehrmitgliedern lobte auch Ortsbürgermeister Hartmut Pflüger, der sich im Namen des Ortsrates bei den Mitgliedern der Feuerwehr bedankte, „und auch für die viele Arbeit, die im Ort geleistet wurde.“ Gemeindebrandmeister Michael Hahn überbrachte die Grüße der übrigen Ortswehren und nannte gerade auch den Tag der Fahnenweihe der Jugendwehr im vergangenen Jahr einen „sehr gelungenen Tag, an dem die Jugendwehr ihren Stand im Ort präsentiert hat, die Dorfgemeinschaft ist auf dem richtigem Weg.“ In Anbetracht der zwei Einsätze betonte Hahn vor den Aktiven der Hellendorfer Wehr, dass „die Ausbildung wichtiger ist als der Einsatz“, denn dies sei stets die Grundvoraussetzung für einen vorbildlichen Einsatzablauf. Die Übernahmen aus der Jugendwehr seien sehr positiv, „und in der Gemeinde haben wir eine Frauenquote von 10 %, in Hellendorf sind wir da wohl drüber.“ Innerhalb des Kommandos mussten in diesem Jahr turnusmäßig die Funktionsträger neu gewählt werden. Gewählt wurden hier: Christian Görries (Gerätewart), Wilhelm Balke (Schriftführer), Jörg Söhnel (1. Kassenwart), Iris Kreutzer (2. Kassenwart), Herbert Baumgarte (Sicherheitsbeauftragter), Oliver Richter (1. Jugendwart) und Maik Meine (2. Jugendwart). Zum Feuerwehrmann wurden zudem Oliver Richter und Björn Berlich befördert. Zwei ganz besondere Ehrungen vollzog Gemeindebrandmeister Michael Hahn. Klaus Kreutzer und Gerhard Pflüger wurden für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft zudem Jürgen Groth und Eberhard Thum. Zum Ende der Versammlung bat Karlheinz Markert zudem Ortsbürgermeister Hartmut Pflüger nach vorne. Für 15 Jahre Teilnahme an der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge bekam Pflüger eine besondere Ehrung.