Feuerwehr Resse fuhr 29 Einsätze

13 mal war die Spezialtruppe der Tierretter mit dem „Struppiwagen“ gefragt

Resse (awi). Mit 38 Aktiven unter 510 Mitgliedern ist die Feuerwehr Resse gut aufgestellt. 18 Jugendliche sichern den Nachwuchs für die Brandschützer in Resse, acht Alterskameraden unter der Leitung von Hans-Peter Bossow nehmen den Aktiven viel Arbeit ab.
Das Stundenkonto in 2015 weist für die Resser Wehr 3.462 Stunden aus. 22 Donnerstags- und Sonntagsdienste wurden abgeleis-tet. Dabei bildeten sich die Feuerwehrmänner und -frauen in Theorie und Praxis weiter und führten Übungen im Ort durch. Besonders stellte Ortsbrandmeister Hennings Schwentker den Dienst auf dem ehemaligen Schießstand am offenen Gewässer heraus. Hilfreich sei auch gewesen, dass die Feuerwehr technische Hilfeleistung an einem Pkw üben konnte, den es zu zerschneiden galt. Immerhin waren zehn der 29 Einsätze im vergangenen Jahr technische Hilfeleistungen und auch ein schwerer Autounfall an der Ampelkreuzung in Resse war dabei. Sechsmal wurden die Resser im eigenen Ort oder unterstützend zu Brandeinsätzen gerufen, meistens waren es Flächenbrände und 13 mal waren die Tierretter gefragt, eine Spezialaufgabe, die bei der Feuerwehr Resse angesiedelt ist. „Die Tierrettung ist nicht unbedingt unser liebstes Kind“, räumte der Ortsbrandmeister ein. Nicht immer sei einzusehen, warum die Feuerwehr ausrücken müsse, um eine Ringelnatter in einem Garten einzufangen und fünf Kilometer weiter im Wald auszusetzen oder eine Katzen von einem Baum herunterzuholen. Schwentker wies bei dieser Gelegenheit noch einmal darauf hin, dass die Feuerwehreinsätze für die Halter der Vierbeiner kostenpflichtig sind, wenn sie denn ermittelt werden können. Die Feuerwehrkameraden streuten außerdem eine Ölspur ab, beseitigten umgestürzte Bäume von Straßen und sicherten eine Gasleitung, die ein Anwohner aus Versehen beschädigt hatte.
Bei einem ausführlichen Frühjahrsputz im Feuerwehrgerätehaus wurde eine Multimediaanlage im Schulungsraum installiert. Schwentker dankte den betreffenden Kameraden ganz herzlich für ihr Engagement in dieser Sache. Ein weiterer Dank ging an seinen Stellvertreter Thomas Schmidt, der die Internetseite der Feuerwehr neu eingerichtet habe und regelmäßig pflege. Unter der Führung von Andreas Senkel werde jetzt wieder eine Gruppe für die Gemeindewettkämpfe aufgebaut und damit dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die Feuerwehr Resse deutlich verjüngt habe und eine schlagkräftige Truppe darstelle. Auch für das Gemeinwohl im Ort habe die Feuerwehr viel geleistet, betonte Schwentker. Belohnt haben sich die Kameraden mit einem Ausflug gemeinsam mit ihren Lebenspartnern, der 2015 ausnahmsweise nicht nach Sylt, sondern ins Ruhrgebiet führte, wo Geocaching ausprobiert und Fußballgolf gespielt wurde. Aus der Jugendfeuerwehr übernommen wurde Jesko Stünkel, der nach dem erfolgreichen Truppmann 1-Lehrgang zum Feuerwehrmann befördert wurde. Swen Andersen wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Dennis Meier zum Hauptfeuerwehrmann und Wilfried Cattau auf Grund seiner Verdiente um die Feuerwehr zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Wieder eingetreten in den aktiven Dienst sind Kim Bsdurrek und Andreas Mietzner. Das Ehrenzeichen des Feuerwehrverbandes für 50-jährige Mitgliedschaft heftete der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss Dieter Moldenhauer ans Revers. Boss berichtete in seinen Grußwort von geplanten Feuerwehraktivitäten im bevorstehenden Jahr, wie zum Beispiel einem Feuerwehrtag auf Gemeindeebene in Brelingen. Weitere Grußworte sprachen Kämmerer Joachim Rose für die Gemeinde und Ortsbürgermeister Jörg Woldenga.