FFW Bissendorf/Scherenbostel beeindruckt

Ortsbrandmeister Jörg Pardey (rechts) mit den Geehrten und Beförderten. Foto/s: B. Stache
 
Ortsbrandmeister Jörg Pardey bedankt sich bei Helga Futter für ihr 40-jähriges Engagement in der Küchencrew mit einem repräsentativen Präsentkorb, Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann schaut erfreut zu. Foto/s: B. Stache

Jahreshauptversammlung zeigt die hohe Einsatzbereitschaft auf

Bissendorf (st). Zur Jahreshauptversammlung konnte Ortsbrandmeister Jörg Pardey am Sonnabend im Feuerwehrhaus 58 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Bissendorf/Scherenbostel und zahlreiche Gäste begrüßen. In seinem Bericht ließ Pardey noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren und präsentierte ein Bild von der hohen Einsatzbereitschaft der FFW. Zum Jahresende gehörten 629 Mitglieder der Ortsfeuerwehr an, darunter 71 Aktive mit 23 Atemschutzgeräteträgern (PA-Träger), 20 Alterskameraden, 14 Angehörige der Jugendabteilung, 15 im Fanfarenzug und 514 Passive. Die Aktiven leisteten 2015 bei 121 Diensten insgesamt 5811 Stunden ehrenamtlichen Einsatz, die Jugendfeuerwehr brachte es einschließlich der Zeit im Zeltlager auf 4889 Stunden. Während im Jahr 2014 für die Feuerwehr Bissendorf/Scherenbostel 56 Einsätze verbucht wurden, musste sie im vergangenen Jahr 76 Mal ausrücken: zu 21 Bränden sowie vier Brandwachen und 51 Technischen Hilfeleistungen wie Wasser- oder Sturmschäden (32), Menschen/Tier in Notlagen (11/1), einem Bahnunfall, vier Verkehrsunfällen sowie zwei ManV (Massenanfall von Verletzten). Im vergangenen Jahr besuchten Angehörige der Ortsfeuerwehr 23 Lehrgänge, unter anderem die Truppmannausbildung Teil 1 und 2, Lehrgänge für Maschinisten, Sprechfunker und Notfallsanitäter sowie die richtige Handhabung von Motorsägen. Guido Rohr absolvierte im November den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang. Für 2016 wurden 31 Lehrgänge angefordert, davon sind bereits 13 zugewiesen, berichtete der Ortsbrandmeister. Zu den Aktivitäten der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen gehörten auch wieder die Tannenbaumaktion, das Osterfeuer und Maibaumaufstellen sowie die Teilnahme am Schützenausmarsch in Bissendorf und Scherenbostel. Bei den Gemeindewettkämpfen in Duden-Rodenbostel errang die Altersgruppe den ersten Platz, die Aktiven belegten Platz drei. Die Wettkämpfe in Bilm beendeten die Aktiven als Achte, gefolgt von der Altersgruppe. Mit der Ankündigung folgender Termine für das Jahr 2016 beendete Ortsbrandmeister Jörg Pardey seinen Jahresbericht: Osterfeuer am Sonnabend, 26. März, Maibaumaufstellen am Sonntag, 1. Mai, Schützenausmarsch Scherenbostel am Sonntag, 8. Mai, Schützenausmarsch Bissendorf am Sonntag, 22. Mai, Halbjahresversammlung am Freitag, 5. August, Gemeindewettkämpfe in Brelingen am Sonnabend, 20. August, Wedemark-Rallye am Sonnabend, 27. August, Pokalwettkämpfe in Bilm am Sonnabend, 10. September und Feuerwehrball im Gasthaus Bludau am Sonnabend, 5. November. Der Termin für die Tagesfahrt 2016 wird noch bekannt gegeben. Es folgten die Berichte der Verantwortlichen für den Atemschutz und die Ausbildung, der Wettkampfgruppe-Alt, Gefahrgut, Rettungsgruppe, Schulklassenbetreuer, Jugendwart, Fanfarenzug, Alterskameraden und Schießwart. Der mit 25 Euro dotierte Fritz Keese-Wanderpokal, gespendet von Ehrenbrandmeister Heinz Keese, wurde der Rettungsgruppe für ihre hervorragenden Leistungen im vergangenen Jahr überreicht. Als Feuerwehrmann des Jahres erhielt Timo Wille den von der Firma Dreßen Pokale in Scherenbostel gestifteten Wanderpokal – eine besondere Auszeichnung für seine stete hohe Motivation und sein besonderes Engagement. Die Geehrten wurden von der Versammlung mit einem dreifach „Gut Wehr“ bedacht. Nach dem Bericht von Kassenführer Detlef Kook wurden er und der Vorstand einstimmig entlastet. Das Ausscheiden von Jens Döring machte die Wahl eines neuen Kassenprüfers erforderlich. Holger Bauer nahm die Wahl an. Es folgten neun Beförderungen: Lisa-Sabrina Schütte zur Feuerwehrfrau, Andreas Scharfenberg und Simon Luca Vorwald zum Feuerwehrmann. Oberfeuerwehrmann dürfen sich zukünftig René Herrmann, Björn Melberg sowie Christian Pietras nennen. Paul Bischof wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Timo Wille zum Hauptlöschmeister befördert. Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der FFW wurden die Aktiven Dirk Thelow und Hinnerk Osterthun (25 Jahre) sowie Heiner Rieckenberg und Ralf Wöhler (40 Jahre) mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Alterskamerad Siegfried Vogtländer erhielt die Ehrung von der Landesfeuerwehr für seine 40-jährige Mitgliedschaft. Grußworte sprachen die erste stellvertretende Bürgermeisterin Rebecca Schamber, die sich vom breiten Einsatzspektrum Feuerwehr Bissendorf/Scherenbostel beeindruckt zeigte, und die Ortsbürgermeisterin von Bissendorf Susanne Brakelmann. Sie überbrachte die besten Grüße des Ortsrates und sprach einige Themen an, die in Zusammenarbeit mit der Feuerwehrführung auf den Weg gebracht wurden. Daniel Leide, Ortsbürgermeister von Bissendorf-Wietze, erklärte anerkennend: „Ich bin begeistert von den vielen Stunden, die hier geleistet wurden.“ Gerd Dolle, Ortsbürgermeister von Scherenbostel, wünschte allen Angehörigen der FFW weiterhin viel Erfolg bei ihrer Aufgabe „Retten, Löschen, Bergen“. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer berichtete über den Feuerwehrbedarfsplan, der so manche Änderungen von Gewohntem mit sich bringen wird. „Wir werden uns in Zukunft überlegen müssen, wie wir Mannschaft und Gerät zu jeder Zeit in die letzte Ecke der Wedemark bekommen.“ Brandermittler Christian Pietras vom Zentralen Kriminaldienst der Polizeidirektion Hannover überreichte stellvertretend für Rico Hannemann (Polizeiakademie) ein Präsent. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung dankte Ortsbrandmeister Jörg Pardey der Küchencrew Helga Futter, Yvonne Renders, Jutta Thies, Nicole Morcinek und Anja Runge für ihren Einsatz um das leibliche Wohl der Teilnehmer und überreichte ihnen ein kleines Geschenk. Helga Futter wurde eine besondere Ehrung zuteil: für ihr 40-jähriges Engagement erhielt sie einen repräsentativen Präsentkorb. Die Versammlungsteilnehmer stärkten sich nach der fast dreistündigen, informativen Veranstaltung – die fleißige Küchencrew hatte wieder reichlich aufgetragen.