Filmworkshop mit Anna Kasten bei imago

Mit was für einem Foto kündigt man einen Filmworkshop an? Regisseurin Anna Kasten (links) greift dabei spontan zur Filmklappe, Imago-Vorsitzende Ute Loewener (rechts) denkt bei „Film“ an ihre Digitalkamera, mit der sie auch filmen kann. Die Zielgruppe der jungen Leute, an die sich das Angebot richtet, hätte möglicherweise sofort ihr Smartphone im Visiert gehabt. Foto: A. Wiese

„Wenn Bilder sprechen lernen“ für junge Leute von 13 bis 21 Jahren

Bissendorf (awi). Es ist ein ganz besonderes Angebot, das der Kunstverein jungen Leute von 13 bis 21 Jahren an drei verschiedenen Terminen in seiner ausstellungsfreien Zeit macht: „Wenn Bilder sprechen lernen“ ist ein Filmworkshop von und mit der Regisseurin Anna Kasten. Jeweils von Freitagabend bis Sonntag-nachmittag, vom 28. bis 30. Oktober, vom 20. bis 22. Januar oder vom 17. bis 19. März 2017. Anmeldungen sowohl für das Wochenende im Oktober als auch für die Alternativtermine im nächsten Jahr werden bis spätestens 25. Oktober entgegen genommen unter mailo@annakastenfilm.de oder info@imago-kunstverein.de. Der Kursus ist für die Teilnehmer kos-tenfrei, denn imago will mehr für die Bildung junger Leute tun, kündigt die Vorsitzende Ute Loewener an. In einer Ausstellung am 20. und 21. Mai nächsten Jahres wird imago die Ergebnisse aller drei Filmworkshops präsentieren – vorausgesetzt die Teilnehmer sind einverstanden, ihre Filme öffentlich zu zeigen, betont Anna Kasten. Denn ihr wichtigs-tes Anliegen ist es, die individuellen Fähigkeiten der Teilnehmer zu erkennen und zu fördern. Nicht ohne Grund hat sie als ihre Zielgruppe „Träumer Weltverbesserer, Zauberer, Gerechtigkeitskämpfer, Geschichtenerzähler, Erfinder, Abenteurer, Mediumforscher, Dichter, Querdenker, Sternenflieger, Tiefseetaucher, kreative Chaoten und unbedingt Schüler mit schlechten Noten“ benannt. Sechs bis acht Teilnehmer können pro Workshop dabei sein. Regisseurin und Drehbuchautorin Anna Kasten, deren Karriere eng mit imago verwoben ist, möchte den Teilnehmern den richtigen und konstruktiven Umgang mit dem Medium Film vermitteln, „damit sie dieses nachhaltig füreinander nutzen können anstatt es gegeneinander zu verwenden“. Diese Formulierung lässt es schon erahnen, es wird sich viel um das Filmen im Handyformat drehen, doch auch um das Drehbuchhandwerk überhaupt, Dramaturgie und den Aufbau einer Geschichte. Autonomes Arbeiten, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit werden dabei nicht zu kurz kommen. Um die positiven und eigenständigen Einsatzmöglichkeiten des Mediums Film noch einmal mehr veranschaulichen zu können, werden die Workshopteilnehmer nach einer Vielzahl interaktiver und kreativer Aufgabenstellungen am Ende jeden Workshops erfahren, wie es sich anfühlt, wenn auch ihre eigenen Bilder wieder „sprechen lernen“. Seit fünf Jahren arbeitet die Wedemärkerin Anna Kasten selbstständig. Ihr Durchbruch war der Kurzspielfilm „Regenbogenengel“ sowie Vorträge im Bereich Präventionsarbeit durch Kurzfilme im Rahmen der jährlichen Netzwerktreffen der Mobbing-Interventions-Teams MIT durch die niedersächsische Landesschulbehörde. Sie ist zudem Gastdozentin im Fachbereich Film an der Stiftung Universität Hildesheim, am Institut für Medien und Theater, an der Hochschule für Design und Medien und der Leibniz Universität Hannover sowie Filmtrainerin an niedersächsischen Schulen.