fischertechnik begeistert Alt und Jung

Ingwer Carstens aus Wennigsen hat trotz seiner starken Sehbehinderung diese beeindruckende Hängebrücke aus fischertechnik-Bauteilen angefertigt und als Exponat für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Foto: A. Wiese

Weihnachtssonderausstellung im Heimatmuseum beginnt am 26. November

Bissendorf (awi). Da wird das Kind im Manne geweckt: Wer die fischertechnik-Exponate von Ralf Geerken, Ingwer Carstens und ihren Freunden vom fischertechnik-Stammtisch betrachtet, dessen Augen fangen unweigerlich an zu strahlen und er beginnt in Erinnerungen zu schwelgen: Das Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark in Bissendorf bereitet zurzeit eine Sonderausstellung „fischertechnik – TECHNIK.SPIEL.(T)RAUM“ vor. Für die diesjährige Sonderausstellung während der Advents- und Weihnachtszeit hat sich das Museumsteam um Peter Schulze, Christa Bohr, Werner Renders und Friedrich Thümler für ein ganz besonderes Thema entschieden, das auf den ersten Blick wenig weihnachtlich wirkt: Die Schau von komplizierten Gebilden aus Plastikbausteinen, die eher technisch kühl wirkt. Dabei waren es jedoch Überlegungen zu möglichen Weihnachtsgeschenken für seine Mitarbeiter und Geschäftspartner, die den Erfinder des Fischer-Dübels, Artur Fischer, den ersten Baukasten zusammenstellen ließ. Er war es leid, alle Jahre wieder Kalender und Kugelschreiber zu verschenken; er wollte etwas schaffen, mit dem zu Hause zusammen mit den Kindern die verschiedensten Konstruktionen zusammengestellt werden konnten – vom einfachen Gebäude bis zur Eisenbahn. Der Erfolg war so durschlagend, dass die Firma daraus im Laufe der Jahre ein breites Angebot an Bauteilen entwickelte, mit denen man heute die kompliziertesten Geräte herstellen kann, bis zum Laufroboter und Kettenkarussell, dem Leuchtturm oder der riesigen Hängebrücke und dem Riesenrad, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Die fischertechnik-Baukästen wurden international mit mehreren Preisen ausgezeichnet, erinnert Museumsleiter Karl-Hans Konert. Zunächst im Museumsteam geäußerte Bedenken, ob dieses Thema nicht zu sehr techniklastig und damit vielleicht eher für männliche Besucher interessant sein könne, seien beseitigt worden, als der Negenborner Ralf Geerken eines Tages einige seiner Werke dem Ausstellungsteam präsentieren wollte. Als er sie auf dem Parkplatz vor dem Museum aus dem Auto auslud kamen zwei etwa zehnjährige Jungen vorbei und ließen sich spontan die Maschine zur Herstellung von Freundschaftsbändern erklären. Begeistert produzierten sie daraufhin selbst gleich mehrere dieser Freundschaftsbänder für sich. „Vielleicht finden wir für die nächste Weihnachtsausstellung dann ein eher weiblich ausgerichtetes Thema, so wie es das Bomann Museum in Celle zurzeit mit der Ausstellung ,Busy Girl – Barbie macht Karriere‘ macht. Übrigens auch eine Erfindung, die genau wie fischertechnik jüngst den 50. Geburtstag feierte“, so Konert. Eine Besonderheit bietet das Richard-Brandt-Heimatmuseum auch in diesem Jahr: Wer sich die Mühe macht, in einem kleinen Gewinnspiel die verschiedenen Ausstellungsstücke von fischertechnik zu bewerten, hat die Chance, einen von drei Baukästen zu gewinnen, die die Firma fischertechnik für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird am Sonnabend, 26. November, um 14 Uhr eröffnet und läuft bis Sonntag, 8. Januar 2017. Geöffnet ist sie sonnabends und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr, auch am ersten und zweiten Weihnachtstag sowie an Silvester und Neujahr. Während des Bissendorfer Weihnachtsmarktes am 3. und 4. Dezember, bleiben die Türen sogar bis 21 Uhr offen.
Zusätzliche Öffnungen und Führungen sind auf Anfrage unter Telefon (0 51 30) 79 03 96 möglich. Weitere Hinweise unter www.wedemark.de und bei Ralf Geerken unter der E-Mail-Adresse: ralf_geerken@yahoo.de.