Flüchtlingskinder aus Ferienfreizeit zurück

Konstanze Beckedorf (von links) und Lukas Kraetzschmer beim Gruppenfoto mit den 13 Flüchtlingskindern und deren Angehörigen. Foto: B. Stache

„Es hat mir gefallen. Wir hatten jeden Tag Deutschunterricht“

Wedemark/Hannover (st). Strahlende Kinderaugen, herzliche Umarmungen und Wiedersehensfreude prägten am Donnerstagnachmittag auf dem Parkplatz am Großen Garten in Herrenhausen das Bild: Väter und Mütter begrüßten ihre Kinder, die eine Woche lang an Sprachferien im Feriendorf Eisenberg „Günter Richta“ in Kirchheim (Hessen) teilgenommen hatten, und schlossen sie in ihre Arme. Insgesamt 22 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren, allesamt aus Flüchtlingsfamilien und 13 davon aus der Wedemark, kehrten wohlbehalten aus dem Feriendorf der Landeshauptstadt Hannover zurück. Die Freizeit war von kargah e.V., einem 1980 gegründeten hannoverschen Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit, organisiert worden. „Wir haben vormittags Deutschunterricht gemacht und am Nachmittag das Aktionsangebot der Ferienbetreuung genutzt, unter anderem für Sport, Spiele, Basteln und Baden“, berichtete Ferdos Mirabadi, die mit fünf weiteren kargah-Mitarbeitern die Kinder begleitet und betreut hatte. Islamov Ayub aus Tschetschenien war zum Empfang seiner zehnjährigen Tochter Heder und seines neunjährigen Sohnes Askhab nach Herrenhausen gekommen. „Meine Tochter hat mit mir telefoniert und fand die Freizeit ganz toll. Sie hat mich gefragt, ob sie auch das nächste Mal wieder mitfahren darf“, erklärte der Familienvater, der derzeit in der Wedemark wohnt. Die zehnjährige Jennifa wurde von ihrem Vater Braim Maksuti abgeholt. „Ein wenig Heimweh nach der Familie hatte sie aber schon“, berichtete ihr Vater. Zum vereinbarten Abholpunkt am Großen Garten waren auch die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf und Lukas Kraetzschmer gekommen, der sich seit Anfang August als Bundesfreiwilligendienstler in der Gemeinde Wedemark engagiert. Der zwölfjährige Omar wurde von seinem aus dem Libanon stammenden Vater Raafat Younes abgeholt. „Es hat mit gefallen. Wir waren schwimmen, haben viel Fußball gespielt und einen Film auf dem Laptop gesehen. Wir hatten jeden Tag Deutschunterricht", erzählte Omar. Den Abschluss der Ferienfreizeit bildete ein Gruppenfoto.