Flüchtlingskinder erleben Spiel und Spaß

Die Kinder haben große Freude an der Ferienfreizeit im CVJM Zentrum Abbensen, zu der sie von den Betreuern (hinten, von rechts) Siri Schmidt, Martina Paulmann, Silke Röttcher und Heinz-Peter Witt begleitet werden. Foto: B. Stache
 
Der junge Sajad begeistert mit einer starken afghanischen Rap-Nummer während der Kinderfreizeit im CVJM Zentrum in Abbensen, Foto: B. Stache

Verein Miteinander.Wedemark organisiert Freizeit im CVJM Zentrum Abbensen

Abbensen (st). Der Verein Miteinander.Wedemark hatte die viertägige Kinderfreizeit in der Ferienwoche vor Ostern im CVJM Zentrum in Abbensen organisiert. 24 Kinder aus Flüchtlingsfamilien sowie drei deutsche Kinder, alle im Alter von zehn bis 14 Jahren, nahmen daran teil und nutzten auch das Übernachtungsangebot. Vereinsmitglied Martina Paulmann leitete die Ferienfreizeit, an dem sich auch Silke Röttcher, Siri Schmidt und der ehemalige Hauptschullehrer Heinz-Peter Witt als Betreuer beteiligten. „Ich bin Peter Witt dankbar, dass er uns mit seiner langjährigen pädagogischen Erfahrung unterstützt hat. Sein Fundus an Spiel- und Spaßideen kannte keine Grenzen“, freute sich Martina Paulmann. Der pensionierte Lehrer hat sich mehr als 50 Jahre beim CVJM engagiert. Den Kindern aus Afghanistan, Deutschland, Irak, Iran, Sudan und Syrien wurde viel geboten: Nach Kennenlernspielen und gruppenbildenden Maßnahmen (Teambuilding) am Montagvormittag ging es am Nachmittag mit Kathrin Witt zum Geschicklichkeitsparcours, bei dem es darauf ankam, sich gegenseitig zu unterstützen. Am zweiten Tag ging es mit Immo Ortlepp vom Jagd- und Hegekonvent aus Abbensen auf eine Wanderung in die Natur. Nach Rückkehr bastelten die Kinder Musikinstrumente aus einfachen Materialien. „Damit haben wir die Phantasie der Kinder angeregt“, erklärte Martina Paulmann. Es folgten Wikingerschach und Stockbrotbacken am Lagerfeuer. Der erlebnisreiche Tag klang mit einem Nachtspaziergang über das weitläufige CVJM-Gelände aus. Am Mittwoch gab es morgens eine Schnitzeljagd und am Nachmittag begeisterte Manuel Hecker die jugendlichen Teilnehmer mit seinem musikpädagogischen Programm. Abends verfolgten die Kinder das Fußballspiel Bayern München gegen Real Madrid am Fernseher. „Wir hatten viele Ronaldo Fans dabei“, berichtete Martina Paulmann. Mit Spielen und viel Gesang endete die gelungene Freizeit am Donnerstag. „Unser Ziel war, dass die Kinder die Gemeinsamkeit in der Gruppe und in der Natur erleben. Das Miteinander der verschiedenen Nationen stellte kein Problem dar“, machte die Leiterin deutlich. Auf den Besuch der Presse am Donnerstagvormittag hatten sich die Jugendlichen extra vorbereitet. Mit großer Begeisterung sangen sie zur Begrüßung das Lied „Bruder Jakob“ – in deutsch, persisch, kurdisch und arabisch. „Wir haben viele Lieder auf deutsch gesungen. Dann kam der Wunsch von den Kindern, auch einmal ein Lied in ihrer Heimatsprache zu singen“, erklärte Martina Paulmann. Der junge Sajad begeisterte mit einer starken afghanischen Rap-Nummer. Das Gruppenspiel „Ich sitze im Grünen und wünsche mir…“ zum Lernen der Vornamen fand großen Anklang bei Teilnehmern und Besuchern. Die Kinder hatten große Freude an dem Freizeitangebot des Vereins Miteinander.Wedemark. „Wann können wir das nächste Mal so etwas machen?“ und „In den Sommerferien möchten wir wiederkommen“, formulierten sie ihre Wünsche. „Mir hat am meisten das Klettern und Spielen gefallen“, freute sich die zehnjährige Omnija aus Negenborn. Die Freizeit wurde aus Vereinsgeldern und einer Spende finanziert, die dem Verein Miteinander.Wedemark nach einem Benefizkonzert an der IGS Wedemark im Januar zugutekam. Inga Bartels vom Organisationsteam des 11. Jahrgangs der IGS hatte es sich nicht nehmen lassen, die Kinder während ihres Aufenthalts im CVJM Zentrum zu besuchen und sich ein Bild von der Verwendung der Spendengelder zu machen. Großes Lob spendete Heinz-Peter Witt zum Abschluss der Freizeitleiterin Martina Paulmann sowie den beiden Betreuerinnen. „Die drei Damen haben mit mütterlichem Charme alle Klippen umschifft“, urteilte der Pädagoge.