Förderband im Kieswerk in Flammen

Eine riesige schwarze Rauchwolke stand gestern Mittag über der Negenborner Kiesgrube der Günter Papenburg AG. Der Qualm sei jedoch über nicht bewohntes Gebiet abgezogen, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Hannover am frühen Nachmittag mit. Foto: B. Stache

Wedemärker Feuerwehren löschen mit Schaum – Schadenshöhe noch unklar

Negenborn (awi). Eine Förderanlage, in der Sand von Kies getrennt wird, stand gestern Mittag gegen 11.40 Uhr in der Kiesgrube der Papenburg AG in Negenborn in Flammen. Da der Motor in knapp 18 Metern Höhe brannte, konnte die Feuerwehr den Erstangriff nur von der Drehleiter aus vornehmen.
Die riesige schwarze Rauchwolke sah gefährlich aus, sei jedoch nach Bewertung der brennenden Materialien als ungefährlich eingestuft worden und nach Auskunft der Pressestelle der Polizeidirektion Hannover über unbewohntem Gebiet abgezogen.
Vor Ort waren die Feuerwehren aus Negenborn, Abbensen, Mellendorf, Duden-Rodenbostel und Brelingen im Einsatz. Die Feuerwehr Wennebostel wurde nachgefordert, um die Einsatzkräfte mit Nachschub an Schaummitteln zu versorgen, da sie die Sonderaufgabe hat, Material vom Bauhof in Wennebostel an die Einsatzstelle zu bringen. Laut Pressesprecher Carsten Bohlmann waren 53 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Einsatzleitung hatten der stellvertretende Gemeindebrandmeister Klaus Wilhelms aus Oegenbostel und Negenborns Ortsbrandmeister Bernd Peters. Zunächst bekämpfte die Feuerwehr die Flammen über ein Schwerschaumrohr von der Drehleiter aus, später setzten Atemschutzgeräteträger ein weiteres Schwerschaumrohr vom Boden aus ein. Um 12.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, gegen 14 Uhr waren auch die Nachlöscharbeiten beendet, berichtete Pressesprecher Carsten Bohlmann im Gespräch mit dem Wedemark ECHO. Er bestätigte, dass dies der erste Einsatz dieser Größenordnung für die Wedemärker Feuerwehr in der Negenborner Kiesgrube war. Zu Brandursache und Schadenshöhe dauerten die Ermittlungen der Polizei gestern Nachmittag bei Redaktionsschluss noch an. Doch gilt ein heiß gelaufener Motor der Förderanlage des Mischwerkes als sehr wahrscheinliche Brandursache, hieß es in Feuerwehr- und Polizeikreisen.